Wittenweier Schwanau trauert um Alt-Ortsvorsteher von Wittenweier

Wilhelm Schlager ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Foto: Archiv Foto: Lahrer Zeitung

Wittenweier - Nach langer Krankheit ist Wilhelm Schlager am Samstag im Alter von 85 Jahren verstorben. Eine lange Liste an Auszeichnungen zeigt, dass Schlager ein Mann für alle Fälle war. Zunächst noch als Bürgermeister, der einst selbstständigen Gemeinde Wittenweier gewählt, wurde Schlager nach dem Zusammenschluss mit Ottenheim im Jahr 1971 Ortsvorsteher in Wittenweier, was er auch über die Gründung der Großgemeinde Schwanau hinaus bis zum Jahre 2004 war. Auch das Standesamt leitete Schlager über zehn Jahre. Lange Jahre war er im Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Ried Süd und der Volksbank Lahr.

Als Bürgermeister von Wittenweier hat er Spuren hinterlassen: sei es die Kanalisation und der Ausbau der Straßen in Wittenweier, aber auch der Bau des Sportheims, des Eltzstegs und der Elzhalle werden auf seine Amtszeit datiert. Der Umbau des Dreschschopfs, die Erschließung zweier Baugebiete und die Anlage eines Kinderspielplatzes kann sich Schlager auf die Fahnen schreiben.

Die Vereine lagen Schlager ebenso am Herzen. Lange Jahre war er Vorsitzender des Fördervereins Heimatpflege, in seiner Amtszeit wurde Wittenweier sogar im Rahmen des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" gekürt. Verschiedene Vereine hat er unterstützt und gefördert darunter den Männergesangverein, die Feuerwehr und den Sportverein.

Die Staufer-Medaille wurde ihm vom damaligen Staatssekretär Helmut Rau überreicht, ebenso die Goldene Ehrennadel des Gemeindetags für seine langjährige Tätigkeit als Ortsvorsteher und Bürgermeister. Weiter war er Träger der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg. 2013 wurde ihm der Weg zum Elzsteg in Wittenweier gewidmet. Bis zuletzt hat er an den Vorbereitungen des 750-jährigen Dorfjubiläums im kommenden Jahr mitgearbeitet.

"Ich bedauere den Tod von Schlager sehr. Er wird unserer Gemeinde sehr fehlen", so Schwanaus Bürgermeister Wolfgang Brucker gegenüber der Lahrer Zeitung. Vor allem seinen Weitblick und seinen Realitätssinn hätten den ehemaligen Ortsvorsteher ausgezeichnet. "Er hat es auf seine angenehme Art verstanden, immer wieder Mehrheiten zu organisieren und hat dabei stets ein Blick auf die gesamte Gemeinde gehabt", erinnert sich Brucker.

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