Willstätt Sand und Freiburg lassen Punkte liegen

Nadine Prohaska (am Ball) traf zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung für den SC Sand. Archivbild: Braun Foto: Lahrer Zeitung

Kein Glück hatten die beiden Bundesliga-Teams aus der Region am 18. Spieltag. Trotz zahlreicher Chancen reichte es sowohl für den SC Sand als auch für den SC Freiburg nicht zum Sieg. Die Scheuer-Elf unterlag Potsdam gar.

(red). MSV Duisburg - SC Sand 2:2 (0:1). Bereits in der 2. Minute musste Sands Trainer Sascha Glass verletzungsbedingt wechseln. Leticia Santos brach einen Sprint ab und sank zu Boden. Sie zog sich eine Oberschenkelverletzung zu. Claire Savin kam für sie ins Spiel. Kurz vor dem Pausenpfiff folgte dann der Gegentreffer durch Barbara Dunst, die von einer zu kurzen Kopfballabwehr profitierte und mit einem Schlenzer SC-Keeperin Carina Schlüter keine Abwehrchance ließ.

Nach dem Wechsel kam mit Nina Burger neuer Schwung in die Partie und die Sanderinnen drehten auf. Milena Nikolic verwertete eiskalt eine Hereingabe von der rechten Außenbahn zum 1:1 (54.). Nun hatten die Gäste aus der Ortenau Vorteile, erhöhten den Druck, und die österreichische Nationalspielerin Nadine Prohaska traf nur sieben Minuten später zur Sander 2:1-Führung (61.). Eine Minute zuvor bewahrte Duisburgs Keeperin Meike Kämper ihr Team noch vor dem möglichen Rückstand, als sie einen Schuss von Sands Spielführerin Anne van Bonn reaktionsschnell abwehrte. In der 73. Minute hätte Jana Vojtekova für die Vorentscheidung sorgen müssen, als sie aus kurzer Distanz das leere Tor nicht traf und Sekunden vor dem Abpfiff (90.+2) brachte Viktoria Pinther frei stehend das Leder aus zwölf Metern nicht im MSV-Tor unter.

Mitten in die Drangphase der Gäste fiel der Ausgleichstreffer durch einen Foulelfmeter. Marina Georgieva traf eine Duisburgerin beim Abwehrversuch etwas unglücklich und Schiedsrichterin Sandra Stolz zeigte sofort auf den Punkt. Lucia Harsanyova verwandelte zum 2:2-Ausgleich, hatte dabei Glück, denn Torfrau Carina Schlüter hatte noch die Hand am Ball.

"Aufgrund der zweiten Halbzeit, in der wir deutlich besser spielten, wäre ein Sieg verdient gewesen. Die Möglichkeiten dazu hatten wir, aber man sollte halt auch im richtigen Moment die Tore schießen", so SC-Geschäftsstellen-Leiterin Claudia von Lanken.

Am heutigen Mittwoch gastiert der FC Bayern München ab 17 Uhr im Orsay-Stadion. Sand: Schlüter, Santos (10. Savin), Caldwell, van Bonn, Prohaska, Nikolic, Blagojevic (48. Burger), Georgieva (84. Norton), Vojtekova, Pinther, Vetterlein. Tore: 1:0 Dunst; (44.), 1:1 Nikolic (54.), 1:2 Prohaska (61.), 2:2 Harsanyova (70./Foulelfmeter). SC Freiburg - Turbine Potsdam 1:2 (0:0). Nach nur drei Minuten parierte Turbine-Torfrau Lisa Schmitz den Abschluss von SC-Angreiferin Lena Lotzen und verhinderte den perfekten Start für den Sportclub, der sich auch in der Folge enorm spielfreudig zeigte. Aluminium und Schmitz verhinderten jedoch wiederholt die Freiburger Führung.

Freiburgs Sandra Starke scheitert am Aluminium

Zunächst war es Sandra Starke, die nach einem Zuspiel von Jobina Lahr den Ball an den Pfosten setzte (10.). Auch für Sharon Becks Versuch war bei Schmitz Endstation (13.). Nachdem Giulia Gwinns Abschluss im letzten Moment geblockt wurde (20.), war kurz darauf Schmitz den entscheidenden Moment eher am Ball und klärte einen sehenswerten Chip-Pass von Lotzen vor der heranstürmenden Starke (25.). Jobina Lahrs Abschluss fehlte in der Folge die Genauigkeit (26.) und auch Starke hatte das Visier aus spitzem Winkel zu ungenau eingestellt (36.).

Von den Gästen war bis dahin abgesehen von einer Chance in der Anfangsphase, als Merle Frohms einen Schuss von Felicitas Rauch an den Pfosten lenkte (4.), nicht viel zu sehen. "Wir haben es richtig gut gemacht und einen solch starken Gegner wie Potsdam nicht zur Entfaltung kommen lassen", lobte Freiburgs Trainer Jens Scheuer sein Team nach dem Spiel. Erst kurz vor der Pause zeigten sich die Turbinen noch einmal in der Offensive, Svenja Huths direkten Freistoß lenkte Frohms über die Latte (43.). "Ich kann der Mannschaft wenig vorwerfen. Der Einsatz hat absolut gestimmt, die Mädels haben vieles richtiggemacht. Potsdam war bis zum 1:1 nicht wirklich im Spiel."

Jenes 1:1 war so etwas wie der Knackpunkt in einer bis dahin recht einseitigen Partie. Zwei Minuten nach der eigenen Führung durch einen Foulelfmeter von Sharon Beck, markierte Felicitas Rauch ebenfalls per Foulelfmeter den Ausgleich für die Gäste (60.). Nach dem schnellen Elfmeterdoppelpack verlor die Partie bei weiterhin nasskalten und schwierigen Bedingungen ein wenig an Schwung, klare Torchancen blieben auf beiden Seiten abgesehen von vereinzelten Annäherungen aus.

Als alles auf ein Unentschieden hindeutete, stellte die eingewechselte Lara Prasnikar das Spiel mit ihrem Treffer zum 1:2 aus SC-Sicht endgültig auf den Kopf. Freiburg: Frohms – Stegemann, Minge, Kirchberger, Lahr; Lotzen (63. Knaak), Naomoto, Hegenauer (C) (88. Sanders); Gwinn, Beck (70. Fuso), Starke. Tore: 1:0 Beck (57., Foulelfmeter), 1:1 Rauch (60., Foulelfmeter), 1:2 Prasnikar (85.)

  • Bewertung
    0