Willstätt Brandstaeter-Sieben kann den Titel verteidigen

Sascha Ehrler vom TV Herbolzheim musste sich zu Turnierbeginn dem Gastgeber und Drittligisten TV Willstätt mit 8:13 geschlagen geben. Gespielt wurde über 25 Minuten. Foto: Wendling Foto: Lahrer Zeitung

Mit dem Schweizer Zweitligisten TV Möhlin hat am Samstagabend nicht nur die am höchsten spielende Mannschaft, sondern auch das Team mit der weitesten Anreise die 3. Ausgabe des Hilzinger-Cup in Willstätt gewonnen. Doch während ein Großteil der Mannschaft die rund 150 Kilometer aus dem Kanton Aargau zurücklegen musste, hatten es Möhlins Trainer Jürgen Brandstaeter (Altenheim) und sein neuer Regisseur Alexander Velz (Meißenheim) da schon deutlich leichter.

Geschadet hat die lange Anfahrt dem Schweizer B-Nationalligisten nicht, denn im Finale des Vorbereitungsturniers setzte sich der Pokalverteidiger gegen den überraschend starken Südbadenligisten TuS Altenheim durch. Lediglich beim 12:12 gegen den Oberliga-Aufsteiger TuS Schutterwald, bei dem Trainer Nico Baumann aus privaten Gründen kurzfristig an der Seitenlinie fehlte, hatte die Brandstaeter-Sieben Federn lassen müssen.

Insgesamt zehn Teams waren den ganzen Samstag lang in zwei Gruppen in der Hanauerlandhalle und der angrenzenden Trainingshalle in Willstätt gegeneinander angetreten, um einige Wochen vor dem Saisonstart zu sehen, wie es um den Leistungsstand tatsächlich bestellt ist. Aus dem Ausland war neben dem TV Möhlin die Reserve des französischen Zweitligisten Sélestat AHB am Start.

Da sich die erste Mannschaft von Sélestat derzeit allerdings traditionell im Trainingslager in den Vogesen befindet, musste die Zweitvertretung ohne Unterstützung von oben auskommen und trat dementsprechend mit einem sehr jungen Team in Willstätt an.

Doch nicht nur die jungen Franzosen wussten unter anderem mit Siegen gegen den TV Herbolzheim und den TuS Altenheim zu gefallen, auch der Südbadenligist aus Altenheim überzeugte trotz der Auftaktniederlage gegen die Franzosen. Dabei hatte Altenheims neuer alter Trainer Michael Schilling, der vor wenigen Wochen von Timo Heuberger übernommen hatte, nicht nur auf seinen Sohn Marvin, sondern mit Gerry Sutter und Jan Meinlschmidt auch auf seine anderen Rückraum-Shooter verzichten müssen. "Für uns war es ein wirklich gutes Vorbereitungsturnier mit vielen starken Mannschaften, die mit unterschiedliche Spielsystemen agieren", freute sich Schilling über einen gelungenen Auftritt seiner bunt zusammengewürfelten Truppe.

"Wir sind heute natürlich nicht so eingespielt, da es nicht unsere Standardbesetzung ist, aber für die Spieler aus der zweiten Reihe ist das Turnier eine gute Gelegenheit zu zeigen, was sie draufhaben", so Schilling, dessen Team auch mit der ungewohnten Besetzung mit dem gewohnten Tempohandball überzeugte.

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