Wegen B3-Sperrung Mahlberger Bürgermeister rügt Autofahrer

Nicht alle Autofahrer hielten sich am Montag an die Absperrungen. Einige ignorierten, wie hier in Altdorf, die Absperrungen oder versuchten sich auf Schleichwegen durchzumogeln, statt die offizielle Umleitungsstrecke zu benutzen. Foto: Decoux-Kone

Mahlberg - Auch wenn die B 3-Sperrung bislang ohne größere Staus funktioniert hat, habe man rund um Mahlberg trotzdem mit Verkehrschaos zu kämpfen gehabt, berichtet Bürgermeister Dietmar Benz. Denn viele kürzten über Schleichwege ab.

Die B 3 ist seit Montag für voraussichtlich acht Wochen vom südlichen Ortsausgang von Kippenheim bis nach Altdorf für die anstehenden Straßensanierungs- und Asphaltdeckenerneuerungsarbeiten voll gesperrt. Wie die LZ berichtet hatte, hat es auf den Umleitungsstrecken selbst bislang nur wenig Stau oder Probleme gegeben. Ganz eitel Sonnenschein ist dann doch nicht alles, wie Mahlbergs Bürgermeister Dietmar Benz berichtete.

Besonders wer von Kippenheim aus Richtung Altdorf will, muss durch die Sperrung der B 3 für die nächsten acht Wochen einen erheblichen Umweg in Kauf nehmen. Statt den direkten Weg müssen die Autofahrer dorthin nun einen sechs Kilometer langen Umweg über Schmieheim, Wallburg, Münchweier und Ettenheim nehmen. "Das geht doch auch einfacher", muss sich so mancher gedacht haben und hat dann die Absperrung erst einmal ignoriert oder statt der offiziellen Umleitung einen Schleichweg bei der Absperrung der Traubenannahmestelle in Kippenheim genommen. Das wiederum habe am Montag "zu einem erheblichen Verkehrschaos" auf den Feld- und Wirtschaftswegen geführt, berichtet Benz der LZ. "Wir haben auch einige Autofahrer mit ortsfremden Kennzeichen, etwa aus Hamburg, herausgezogen. Keine Ahnung, wie diese dorthin gelangt sind, vermutlich sind sie jemanden nachgefahren", so Benz. Einsicht oder Vernunft hätten dabei die wenigsten Autofahrer gezeigt. Unerwartet sei diese Situation freilich nicht gewesen, berichtete Benz. "Das war zu erwarten, wenn von heute auf morgen eine wichtige Straße nicht mehr benutzt werden kann."

Illegale Abkürzungen sind aber nicht das einzige Problem, vor das Mahlberg mit der B 3-Umfahrung gestellt wird. Ein weiteres ist, dass die Stadt durch die B 3-Sperrung auch von den Gebieten östlich der B 3 abgeschnitten wird. Damit die Sportstätten, Freizeiteinrichtungen und auch die Baustelle der Stadt (Neubau Hochbehälter) noch erreichbar sind und die Landwirte und Winzer noch eine Zuwegung in den Berg haben, muss die B 3 noch querbar sein.

Hoffnung auf früheres Ende der Sanierung

So hatte die Gemeinde bereits vorab das Regierungspräsidium als Straßenbaulastträger kontaktiert und darum gebeten, eine Querung von der "Stauferstraße" bis in die "Möselegass" während der Bauarbeiten zu ermöglichen. Das funktioniert bis auf wenige Tage. Die Querung wurde dann am gestrigen Montag eingerichtet, berichtet Benz.

Die Stadt weist darauf hin, dass die Zufahrt bis zu den Sportanlagen und zur Baustelle der Firma Kern sowie für den landwirtschaftlichen Verkehr frei ist. Ungeachtet der Möglichkeiten der Querung gelte aber der Appell an alle Verkehrsteilnehmer, beim Überqueren der B 3-Fahrbahn im Baustellenbereich Vorsicht walten zu lassen.

Generell steht Benz der B 3-Sanierung jedoch nicht negativ gegenüber. So begrüßt er etwa, dass – wie von Mahlberg gefordert – für diese Flüsterasphalt verwendet wird, der den Bürgern eine Verbesserung in Sachen Lärmschutz verspricht.

Durch die aktuelle Belastung der Ortsdurchfahrten Orschweiers und Mahlberg müsse man durch. Allerdings ist der Bürgermeister optimistisch, dass "die Straßenbauarbeiten zügig abgewickelt werden können und wir nicht im vollen Zeitraum der kommenden acht Wochen mit den gravierenden Einschränkungen und Mehrbelastungen durch den Verkehr leben müssen", erklärt er. Die Firma Vogel-Bau sei sehr bemüht, die Baustelle so schnell wie möglich abzuwickeln.

Keine Querung an diesen Tagen

Die Querung der B 3 von der "Stauferstraße" bis in die "Möselegass" ist in an diesen Tagen nicht möglich:

Für die Fräsarbeiten zeitweise am Donnerstag und Freitag, 16. und 17. September.

Für die Asphaltarbeiten ganztags voraussichtlich am Freitag, 24. September, am Montag, 27. September, sowie am Donnerstag, 30. September, und/oder am Freitag, 1. Oktober.

Ein Einbau an Samstagen ist nicht geplant, so dass eine Zufahrt über das Wochenende möglich ist. An den Tagen, an denen die Querung im Bereich der "Stauferstraße" nicht möglich ist, besteht eventuell die Möglichkeit, über die verlängerte "Wassergartenstraße" in das Ried zu gelangen oder aber über Kippenheim-Schmieheim die Flächen im Berg anzufahren, erklärt die Stadt; die Straße in Verlängerung der "Wassergartenstraße" ist jedoch für Lkws gesperrt.

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