Vor dem Spiel gegen Villingen Der Offenburger FV blickt wieder nach vorn

OFV-Schlussmann Jonas Witt (hier fängt er den Ball im Derby gegen den SC Lahr) wird den Offenburgern gegen Villingen II fehlen. Er ist noch im Urlaub. Foto: Archiv

Verbandsliga: Coach Benjamin Pfahler will nach den Todesnachrichten sportlich wieder positive Zeichen sehen

Das Team des Offenburger FV hat mit dem Tod von Vauvenargues Kehi und einem Familienmitglied von Emily Mugeta viel verkraften müssen. Vor dem Spiel gegen Villingen II sieht Coach Benjamin Pfahler aber eine positive Entwicklung.

Verbandsliga: Offenburger FV - FC Villingen U 21 (Samstag, 14.30 Uhr). Dass die Schock-Nachrichten von den Todesfällen Vauvenargues Kehis und des Familienmitglieds von Emily Mugeta schon komplett aus den Köpfen ist, kann beim Offenburger FV bezweifelt werden. "Mental hängt uns das sicher noch nach", vermutet auch Coach Benjamin Pfahler. Auch bei der Beerdigung von Kehi werden die Gedanken an den Ex-Keeper sicher noch einmal hochkommen. "Die Beerdigung ist soweit ich weiß morgen. Da werden auch einige Spieler da sein", so Pfahler am Donnerstag. Mugeta ist mittlerweile nach Tansania abgereist und wird gegen Villingen nicht zum Einsatz kommen können.

Der OFV-Trainer hat trotz der "Schock-Nachrichten" der vergangenen Tage und der ersten Saisonniederlage in Bühlertal jedoch wieder positive Zeichen bei seinem Team ausgemacht. "Am Dienstag haben wir richtig gut trainiert. Da waren keine negativen Nachwirkungen bei der Mannschaft zu spüren." Pfahler hat deshalb die Hoffnung, dass es gegen die Villinger sportlich wieder aufwärts geht. "Das muss es jetzt bei uns auch", sagt der Trainer.

Auf dem Platz können wieder mehr Akteure dabei helfen, nach der ersten Pleite dieser Spielzeit wieder in die Erfolgsspur zu finden. Bis auf zwei Ausnahmen sind alle Urlauber zurück. Nur Marco Junker und Keeper Jonas Witt sind noch nicht wieder dabei. Besonders wichtig wird gegen Villingen die Rückkehr von Kapitän Marco Petereit sein. "Und möglicherweise kann uns Maximilian Leist auch schon wieder unterstützen", sagt Pfahler. Dem 22-Jährigen geht es nach seinem Schleudertrauma, ausgelöst durch einen Zusammenprall im Derby gegen den SC Lahr, wieder besser. "Er konnte aber noch nicht normal trainieren. Daher müssen wir mal schauen, ob es für ihn gegen Villingen schon zu einem Einsatz reicht."

Das vergangene Duell gegen die Südschwarzwälder war für den Offenburger FV eine klare Angelegenheit. 5:0 stand es am Ende im Oktober 2020. Rückschlüsse für das Spiel am Samstag zieht Pfahler daraus aber nicht. "Villingen spielt mittlerweile komplett anders. Sie haben ein neues Trainerteam und ihre Mannschaft wurde noch weiter verjüngt. Sie sind technisch und läuferisch besonders stark", warnt der OFV-Trainer. Zudem sei der Gegner schwer einzuschätzen, da sich nicht prognostizieren lässt, mit welcher Elf die Gäste auflaufen. "Sie bekommen auch mal Verstärkung aus der ersten Mannschaft", so Pfahler. Sollte dies auch am Samstag der Fall sein, müssen sich die OFV-Kicker auf gute Gegenspieler einstellen. Die erste Garde von Villingen spielt in der Oberliga.

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