Verkehrszählung in Mahlberg Stadt will Nutzen neuer Straße prüfen

Jonas Köhler

Die Planungen zur innerörtlichen Umfahrung in Mahlberg gehen voran. Eine Untersuchung soll Aufschlüsse über Verkehrsströme und den Nutzen der neuen Straße geben – auch mit dem Ziel, Anwohnerbedenken aus dem Weg zu räumen.

. Der Wunsch, die Eisenbahnstraße als vergleichsweise enge Ortsdurchfahrt zu entlasten, besteht in der Stadt Mahlberg schon länger. Mit der geplanten Kanalsanierung, für die die Eisenbahnstraße gesperrt werden müsste, ist der Bedarf nach einer leistungsfähigen innerörtlichen Umfahrung noch einmal gestiegen, erläuterte Bürgermeister Benz am Montagabend im Gemeinderat. Realisiert werden soll diese Umfahrung durch den Bau einer neuen Straße, die den Schmiedeweg mit der Industriestraße beziehungsweise dem Kreuzweg verbindet.

Um diese Planung weiter voranzutreiben, hat die Stadt eine Verkehrsuntersuchung in Auftrag gegeben, die Umsetzungsmöglichkeiten erarbeiten soll. "Wir versprechen uns aufschlussreiche Informationen", erklärte Benz einleitend. Die Untersuchung sei zudem notwendig, um Fördermittel beantragen zu können.

Den Zuschlag für die Untersuchung hat die Freiburger Firma Rapp Trans bekommen. Diese ist auch an den Planungen der B 3-Umfahrung, der neuen Kreisstraße K 5344, beteiligt, an die Mahlberg dann über den Schmiedeweg angebunden sein wird. Büroleiter Wolfgang Wahl stellte das detaillierte Vorgehen vor. Bei der Verkehrsuntersuchung gehe es vor allem darum, Zahlen, Daten und Fakten zu sammeln, um Prognosen für mögliche Be- und Entlastungen zu erstellen. Kennzeichenzählungen mit Videokameras im Schmiedeweg sowie an den Ortsausfahrten bei der Eisenbahnstraße, der Kirchstraße und auf dem Mahlberger Buck sollen Daten zum Durchgangsverkehr geben. Zudem wird auch der Quell- und Zielverkehr – also Fahrzeuge, die nur nach Mahlberg rein, beziehungsweise aus Mahlberg raus fahren – ermittelt. "Der Anteil des Durchgangsverkehrs ist meistens geringer als vermutet", gab Wahl bereits im Vorfeld eine Prognose beruhend auf seinen bisherigen Erfahrungen ab.

Stadträte wollen ganztägige Zählung

Geplant hatte das Büro ursprünglich eine Zählung an einem "repräsentativen Wochentag von 6 bis 19 Uhr". Von dieser ausgehend wolle man Hochrechnungen erstellen und dabei auch die Daten der Dauerzählstelle miteinbeziehen. Von Seiten der Zuhörer sowie von den Stadträten gab es jedoch Kritik an den Zeiten. Man solle die Zählung mindestens auf 5 bis 24 Uhr ausdehnen, um Schichtarbeiter mitzuerfassen, meinte Stadtrat Thomas Schwarz. Bürgermeister Benz betonte daraufhin, dass er kein Problem habe, die Zeiten auszudehnen und dafür auch mehr Geld in die Hand zu nehmen. So einigte sich der Gemeinderat auf eine ganztägige Zählung.

Die Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung wird Wahl dem Gemeinderat präsentieren. Sein Büro werde auch die "Nulllösung" in Betracht ziehen und Prognosen ohne die Umfahrung erstellen. Zudem gibt es jeweils eine Vorausschau mit beziehungsweise ohne die neue Kreisstraße, die auf die Umfahrung und insbesondere auf den Schmiedeweg eine große Auswirkung haben wird. "Der Schmiedeweg wird an verkehrlicher Bedeutung gewinnen", sagte Wahl. Schließlich gebe es dann für die Gewerbebetriebe eine deutlich bessere Anbindung an die B 3.

Sowohl Rathauschef Benz als auch Büroleiter Wahl sind sich sicher, dass bei der Verkehrsuntersuchung herauskommen wird, dass die ortsinterne Umfahrung sinnvoll ist und die Ortsdurchfahrt entlasten wird. Geschieht dies, so Wahl, könne man sich auch Gedanken darüber machen, die Eisenbahnstraße für Radfahrer und Fußgänger geeigneter zu gestalten, gerade wenn mit der Kanalsierung dort sowieso eine Baustelle ist.

Die Verkehrszählung soll an einem Werktag im Frühjahr außerhalb der Schulferien umgesetzt werden. "Am besten erst, wenn der Europa-Park wieder auf hat", schlug Ulrike Kesselring vor, was von den anderen Stadträten abgenickt wurde. Büroleiter Wahl rechnet mit einer Bearbeitungsdauer von vier Monaten, sodass die Ergebnisse wohl im Sommer präsentiert werden können. Mit der Entscheidung für die ganztägige Zählung wird die Verkehrsuntersuchung die Stadt Mahlberg voraussichtlich etwas mehr als die angedachten 28 000 Euro kosten.

Zeitplan und Kosten

Die Verkehrszählung soll an einem Werktag im Frühjahr außerhalb der Schulferien umgesetzt werden. "Am besten erst, wenn der Europa-Park wieder auf hat", schlug Ulrike Kesselring vor, was von den anderen Stadträten abgenickt wurde. Büroleiter Wahl rechnet mit einer Bearbeitungsdauer von vier Monaten, sodass die Ergebnisse wohl im Sommer präsentiert werden können. Mit der Entscheidung für die ganztägige Zählung wird die Verkehrsuntersuchung die Stadt Mahlberg voraussichtlich etwas mehr als die angedachten 28 000 Euro kosten.

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