Keine Gefahr für die Ortenau Großbrand in Straßburg führt zu gewaltiger Rauchwolke

Jonas Köhler und Felix Bender

Eine tiefschwarze Rauchwolke ist am Montagmorgen in der Ortenau am Himmel aufgetaucht. Ein Recyclingbetrieb in Straßburg steht lichterloh in Vollbrand.

Ortenau/Straßburg - Die Rauchwolke war gegen 9.30 Uhr am Himmel aufgetaucht und bereitete einigen Ortenauern Sorgen. In den sozialen Netzwerken posteten einige Nutzer ihre Bilder und spekulierten über die Ursache der Rauchwolke. 


Diese wurde durch einen Brand in einer Recycling- und Müllverbrennungsanlage der Stadt Straßburg verursacht. Das Feuer loderte auf der Insel Rheinschollen südlich von Straßburg. Laut der elsässischen Zeitung DNA lagern dort auf einer Fläche von 8000 Quadratmetern vor allem Gewerbeabfälle und Sperrgut von Kommunen.

Etwa ein Viertel dieser Fläche sei von dem Brand betroffen gewesen. Tonnenweise Schrott und eine Lagerhalle brannten in voller Ausdehnung. Laut einer Pressemitteilung der Präfektur Straßburg handelte es sich bei den brennenden Abfällen um Papier, Holz und Kunststoff. Entstanden sein soll das Feuer laut einem Mitarbeiter der Anlage in einem Lager mit Holz und Sperrgut.


Die elsässischen Feuerwehren rückten zu einem Großeinsatz an, fast 100 Kräfte waren vor Ort und kämpften damit, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Der stellvertretender Abteilungsleiter des Feuerwehr- und Rettungsdienst im Departement Bas-Rhin erklärte in einem Video, dass man zunächst »eine Ausbreitung auf andere benachbarte Unternehmen und den Wald vermeiden« wollte.

Um Nach zwei Stunden Löscharbeiten konnte er um 11.30 Uhr bekanntgeben, dass der Brand unter Kontrolle sei. Verletzt wurde bei dem Unglück niemand.


In der Zwischenzeit hatte die Leitstelle Ortenau aufgrund des möglicherweise gefährlichen Rauchs eine Warnung für den Ortenaukreis ausgesprochen. Über die Warn-App »Nina« rief sie die Ortenauer um 10.50 Uhr dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Zudem sollten sie Lüftungen und Klimaanlagen abschalten. Um 12.40 kam die Entwarnung. Auch die französische Feuerwehr bestätigte der DNA am Mittag, dass keine Vergiftung der Luft vorliege. 


Einsatzkräfte aus der Ortenau wurden zu dem Brand in Straßburg nicht alarmiert, teilte das Landratsamt auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Insgesamt waren 40 Fahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst vor Ort. Die Löscharbeiten dauerten noch bis Montagnachmittag an. 

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