TuS Schutterwald wehrt sich Der Primus muss bis zum Schlusspfiff zittern

Felix Gieger
Sebastian Endres (links) und die SG Köndringen-Teningen mussten gegen den TuS Schutterwald 60 Minuten lang alles geben, ehe der Spitzenreiter die zwei Punkte sicher hatte. Foto: Wendling

Gegen den Spitzenreiter aus Teningen hat der abstiegsgefährdete TuS Schutterwald gut mitgehalten, musste am Ende jedoch eine bittere Niederlage einstecken. In einer turbulenten Schlussphase verpassten die Gastgeber den Ausgleich.

BW-Oberliga: TuS Schutterwald – SG Köndringen-Teningen 28:29 (13:13). Irgendwie hatte es Michael Schilling schon im Vorfeld geahnt, dass es für sein Team in der Mörburghalle kein Spaziergang werden würde, sagte er am Sonntag. "Ich hatte es im Blut, dass es ein komisches Spiel wird", sagte der Trainer des Tabellenführers SG Köndringen-Teningen. Dass er am Ende Recht behalten sollte, lag zum einem an einem nicht ganz so guten Tagen seiner Mannschaft, zum anderen aber auch an einem mehr als ordentlichen Auftritt der abstiegsgefährdeten Gastgeber. "Das war ein ganz anderer TuS Schutterwald, als ich ihn in der vergangenen Wochen gesehen habe", lobte Schilling den Gegner.

Maurice Bührer verpasst die Entscheidung

Dieses Kompliment wird man auf der Gegenseite sicherlich gerne annehmen, viel lieber wäre den Hausherren jedoch sicherlich ein Punkt gegen den Spitzenreiter gewesen. "Klar, natürlich war mehr drin", sagte Schutterwalds Trainer Fabian Huck in der Rückschau. Bei ihm mischten sich am Sonntag zwei Gefühle. Denn wohl die wenigsten hätten vor dem Spiel mit einem solch engen Verlauf gerechnet. "Es war ein Schritt in die richtige Richtung", wusste auch Huck. Aber auf der anderen Seite war man beim TuS natürlich auch ein bisschen enttäuscht, am Ende doch mit leeren Händen da zu stehen.

Denn nachdem zu Beginn die SG führte, kamen die Gastgeber mit der Zeit immer besser ins Spiel und hielten die Partie lange Zeit offen. So konnte der Primus lange Zeit nicht wirklich absetzen, erst beim 29:25 in der 56. Minute schien alles in die erwartete Richtung zu laufen. Doch es folgte eine turbulente Schlussphase. "Da waren so einige Sachen dabei", sagte Schilling.

Fabrizio Spinner wurde für zwei Minuten auf die Strafbank geschickt. Eine Minute vor Schluss verpasste dann Maurice Bührer beim Siebenmeter die Entscheidung und scheiterte an TuS-Keeper Raphael Herrmann. Und so kam Schutterwald beim Stand von 29:28 für Teningen und noch 40 Sekunden auf der Uhr erneut in Ballbesitz und hatte tatsächlich die Chance auf den Ausgleich gegen den Spitzenreiter.

Der in der Auszeit angesagte Ablauf wurde gespielt, fünf Sekunden vor dem Ende lief man dann aber ins Foul, schilderte Huck den letzten TuS-Angriff. Der abschließende Wurf durch Bastian Oesterle, der im vergangenen Heimspiel noch mit der Schlusssirene zum Sieg traf, blieb dieses Mal jedoch im Block hängen. "Es war am Schluss ärgerlich", sagte Huck.

Für seine Mannschaft wird es im Abstiegskampf nun immer schwerer, sechs Punkte trennen den TuS bereits zum ersten Nichtabstiegsplatz. Das weiß man natürlich auch in Schutterwald. "Es läuft nicht unbedingt in unsere Richtung – wir können alle die Tabelle lesen", kommentierte Huck die Lage im Tabellenkeller.

Deutlich besser sieht es für den Gegner aus dem Breisgau aus. Mittlerweile hat die Schilling-Sieben sechs Punkte Vorsprung auf Rang drei, der Sieg in Schutterwald brachte die SG erneut "einen Schritt näher an unser Ziel". In den acht verbleibenden Spielen hat die SG nun weiter alles in der eigenen Hand – auch weil sie in Schutterwald ein enges Spiel am Ende für sich entschied. TuS: Weber, Herrmann – Strosack, Langenbacher 1, Doll, Heppner 6, Heuberger 2, Fahner, Seigel, Meffle, Herzog 8/3, Harter 7/1, Oesterle, Silberer 4.SG: Kicki, Hörsch, Lutz – S. Endres 6, Zank 2, Weise, Simak 3, Hreblev 10/2, Spinner, Kaufmann, Bührer 5/1, Ebner, Ljubic 1, Ammel, M. Endres 2.

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