Tierschutzinitiative "Animal SOS" zieht fünf Igeljungen auf

Die private Tierschutzinitiative "Animal SOS" informiert zum Jahresende über die Einsätze des vergangenen Jahres. Seit Oktober kümmert sich Gründerin Isabelle Obert überwiegend um die finanzielle Seite des Tierschutzes.

Hofstetten/Hornberg - Annette Lauble in Hornberg ist zusammen mit ihren Töchtern Ansprechpartnerin für alle "Not-Felle" und tierpflegerischen Fragen.

Im abgelaufenen Jahr waren die Tierschützer in den Bereichen des Kaninchen-Altersheims, der Tiervermittlung, der Katzenkastration und der Igel-Pflege tätig. In der Hofstetter "Villa Möhre" verbringen Kaninchen ihren Lebensabend in Gesellschaft. Im November wurde das Außengehege umgebaut, nachdem der Innenbereich bereits vor drei Jahren neu gestaltet wurde.

Eine Art Krankenstation eröffnet

Im Hornberger "Bunnytown" hat sich einiges getan: Durch einige gespendete Ställe konnte eine Art Krankenstation eröffnet und ein Stall speziell für die Vergesellschaftung der Kaninchen verwendet werden. "Nur durch diesen neuen Platz war es uns im Sommer überhaupt möglich, fünf Kaninchen aufzunehmen, die zuvor im Hornberger Städtchen umherirrten", schreiben Isabelle Obert und Familie Lauble.

Wie groß der Aktionsradius der Tierschützerinnen ist, zeigen die Einsatzorte vom Wanderparkplatz bei Hausach über einen Schuppen in Oberharmersbach bis hin zu den verschiedenen Bauernhöfen des Kinzigtals, wo die Kastration von Katzen weiter vorangetrieben wird. Im vergangenen Jahr hat Animal SOS 34 Katzen und 23 Kater kastrieren lassen, womit eine unkontrollierte Vermehrung der Katzen sowie die Verbreitung von Krankheiten verhindert wurden. Fünf Katzen mussten aufgrund ihrer Erkrankung mit Katzen-Aids eingeschläfert werden, eine Katze aufgrund ihrer schweren Verletzung durch ein gekipptes Fenster. Drei kleine Kätzchen wurden aufgepäppelt und in gute Hände weiter vermittelt.

Mit einer neuen Herausforderung sahen sich die Tierschützerinnen im Herbst konfrontiert, als sie auf einmal zur Pflegestelle von fünf Igel-Jungen wurden. Das Muttertier war nicht mehr auffindbar und die Kleinen noch zu jung, um alleine zu überleben. "Bis auf den Befall mit Flöhen, Zecken und Maden sowie einigen kleineren Wunden waren sie gesund und munter", ist zu lesen. Anfangs seien die kleinen Igel mit Katzen-Aufzuchtmilch gefüttert worden, bis sie alt genug gewesen seien, neben Katzen-Nass- und Trockenfutter auch Rührei und Hackfleisch zu fressen.

Höhe der Kosten für Igelaufzucht überrascht

Die Höhe der Kosten habe die Tierschützerinnen sehr überrascht. Am Ende mussten 550 Euro für Einstreu, Medikamente, Futter und die tierärztliche Versorgung im Kleintierzentrum Kinzigtal ausgegeben werden.

Und gerade deshalb ist es Isabelle Obert und Familie Lauble ein besonderes Anliegen, sich bei allen Helfern und Unterstützern der privaten Initiative zu bedanken. Auch im kommenden Jahr werden die Kastrationen der wild lebenden und Bauernhofkatzen als Herzensaufgabe weiter geführt.

Deshalb bitten sie noch einmal explizit darum, das Angebot weiter zu tragen und anzunehmen. "Wir übernehmen die Kosten für die Kastration und sind beim Einfangen behilflich", werben die Tierschützerinnen von Animal SOS.

Mehr Informationen zur privaten Tierschutz-Initiative gibt es unter www.animal-sos-hofstetten.de oder auf Facebook. Finanzielle Unterstützung ist unter IBAN DE45 6649 2700 088 5719 08 bei der Volksbank Mittlerer Schwarzwald möglich.

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