Südbadenliga startet wieder TuS Altenheimer hat Revanche im Blick

Thorsten Mühl, Lars Blümle und Peter Schaub
Für den TuS Altenheim (in Rot) gab es beim Hinspiel gegen Ehingen eine Niederlage. Am Samstag will der Tabellenführer die volle Punktzahl mitnehmen. Foto: Künstle

In der Südbadenliga hat die Winterpause am Wochenende ein Ende. Altenheim bekommt es mit einem besonders schwierigen Gegner zu tun. Die Vorbereitung in Hofweier verlief vor dem Spiel gegen Ottenheim coronabedingt sehr holprig.

TV Ehingen - TuS Altenheim (Samstag, 20 Uhr). Eine Aufgabe größeren Kalibers erwartet den Primus am Bodensee. Den Saisonauftakt zu Hause gegen den TVE verlor Altenheim. "Wir hatten zuletzt mehrere hochklassige Vergleiche mit Ehingen und wissen, was uns dort angesichts der gegnerischen Heimstärke erwartet. Der Gegner stellt eine routinierte und aufeinander eingespielte Truppe", merkt TuS-Coach Stefan Bayer an. Seine Mannschaft reist mit der Empfehlung von neun Siegen in Serie an.

Die Vorbereitung lief auf hohem Niveau und verletzungsfrei an. "Die Beteiligung war hoch, die Mannschaft hat auf diese Weise sofort signalisiert, dass sie jetzt, wo es nach der Pause wieder losgehen kann, sofort wieder bereit ist", hat Altenheims Trainer zufrieden registriert. Eine starke Leistung wird benötigt werden, denn Ehingen steigerte sich nach zwischenzeitlicher, kurzer Durststrecke wieder enorm, gewann seinerseits fünf Partien in Serie und hat den dritten Tabellenplatz erobert. "Das Hinspiel-Ergebnis motiviert uns zusätzlich, zudem beginnt so das neue Jahr gleich mit einem echten Spitzenspiel. Wir wollen so weitermachen wie zuletzt, auch wenn es alles andere als einfach wird", ist sich der Gästecoach bewusst.

In personeller Hinsicht hat sich nicht viel verändert. Die anfallenden Langzeitausfälle könnten auch über aushelfende Kaderkräfte der zweiten Mannschaft kompensiert werden.

TuS Ottenheim - HGW Hofweier (Samstag, 20 Uhr). Ottenheim will an die starke Leistung der letzten Partie gegen das Top-Team aus Muggensturm anschließen. Zwar reichte die Leistung nicht für einen Punktgewinn, soll aber Grundlage für einen Sieg gegen den HGW sein. "Wir wollen die Revanche für das Hinspiel", sagt TuS-Trainer Heiko Rogge, auch mit Hinblick auf die drohende Abstiegsrunde, in der die Punkte mitgenommen werden. Rogge warnt vor der kompromisslosen Abwehr des Gegners, die zu den besten der Liga zählt. "Diesem körperbetonten Gästespiel müssen wir aus dem Weg gehen". Beim TuS fehlt weiterhin Chris Berchtenbreiter (Kreuzband) und auch Lukas Bing wird am Samstag nicht einsatzfähig sein. Dazu sind Yannik Metier und Nils Schneckenburger noch angeschlagen. Torhüter Justin Lir ist nach Knieverletzung und Trainingsrückstand noch nicht ganz fit und sein Einsatz ist eher unwahrscheinlich. Dafür ist Stammtorwart Tobias Bertsch wieder zurück.

Der HGW kommt ganz gewiss nicht als Favorit zum Derby, obwohl die Partien in der Vergangenheit überwiegend zu Gunsten von Hofweier ausgegangen sind. Die vergangenen Wochen sind am HGW keinesfalls spurlos vorübergegangen. Erneut war ein Spieler positiv auf Corona getestet worden, was zur Folge hatte, dass HGW-Coach Michael Bohn vom Mannschaftstraining Abstand nahm und ein Vorbereitungsspiel beim TuS Schutterwald abgesagt werden musste. Verletzt ausfallen wird gegen Ottenheim Philipp Isenmann. "Nach der langen Spielpause und einigen ausgefallenen Trainingseinheiten, ist unser Leistungsstand momentan sehr schwer einzuschätzen. Nichtsdestotrotz freuen wir uns, dass wir endlich wieder spielen dürfen", so Bohn.

HTV Meißenheim - TVS Baden-Baden II (Samstag, 20 Uhr). Noch belegen die Gastgeber den letzten Platz des Klassements. Doch der Gegner könnte sich als gutes Omen erweisen. "Im Hinspiel gelang es uns, die ersten Punkte im Saisonverlauf zu holen", erinnert sich HTV-Trainer Stefan Tietz an den 35:31-Erfolg in Baden-Baden. Der HTV ist guter Dinge vor dem Rückspiel. "Wir wollen jetzt natürlich auch zu Hause weitere Punkte holen", betont Tietz. Aus Meißenheimer Sicht muss es darum gehen, den Fokus auch im neuen Kalenderjahr auf die zuletzt verbesserte Defensivarbeit zu legen und offensiv variabel zum Zug zu kommen.

Personell sieht es bei den Gastgebern weitgehend gut aus, einzig Philip Zürcher steht nicht zur Verfügung. So begrüßenswert die Wiederaufnahme des Spielbetriebs sei, ganz ohne Anspannung sieht Trainer Tietz dem Ganzen nicht entgegen. "Wir freuen uns auf eine sportlich spannende Aufgabe. Ich bin aber auch etwas zwiegespalten, ob ein Amateur-Spielbetrieb in diesen Zeiten unbedingt fortgesetzt werden muss", fragt sich Meißenheims Coach. Und ergänzt: "Das ist in etwa so, als wenn Hochwasser herrscht und wir uns auf einen Freibad-Besuch vorbereiten."

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