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Straßburg Zeitlos und tragisch

Der amerikanische Berlioz-Experte, Dirigent John Nelson, sieht dessen Oper "Die Trojaner" auf einer Stufe mit dem "Ring des Nibelungen". Am Ostersamstag und -montag ist sie in voller Länge konzertant in Straßburg zu erleben. Foto: Borgrreve Foto: Lahrer Zeitung

Straßburg (red/rha). Die olympischen Götter herrschen an Ostern in Straßburg. Das berühmte Meisterwerk von Hector Berlioz um den Fall Trojas und die tragische Liebe der Dido, Königin von Karthago, wird zweimal aufgeführt. Am Ostersamstag um 19 Uhr und am Ostermontag um 15 Uhr ist eine konzertante Aufführung der Oper "Les Troyens/Die Trojaner" mit der Philharmonie im Palais de la Musique in Straßburg zu erleben.

 

Unter der musikalischen Leitung von John Nelson interpretiert das Orchestre Philharmonique de Strasbourg mit seinem Chor, unterstützt vom Badischen Staatsopernchor sowie dem Chor der Rheinoper Straßburg die "Trojaner" in voller Länge. Die Rolle der Didon singt die bekannte Sopranistin Joyce Di Donato.

Berlioz hatte seit seiner Jugendzeit daran gedacht, die Geschichte um die mystische Gründung von Rom durch Aeneas als einen tragischen Konflikt zweier aus Troja Vertriebener zu vertonen. Berlioz setzt seine Figuren dabei auch musikalisch gegenläufigen Kräften aus. In einem Wechsel vollziehen sich die traurigen und tödlich endenden Schicksale der beiden weiblichen Hauptgestalten Cassandre und Didon. Die Oper wurde zu Berlioz’ Lebzeiten nie in voller Länge aufgeführt.

Karten gibt es in verschiedenen Kategorien: www.philharmonique. strasburg.eu.

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