Straßburg Racing will raus aus dem Tabellenkeller

Nach neun Spieltagen steckt Racing Straßburg als Vorletzter mitten im Abstiegskampf. Gegen den Champions-League-Teilnehmer aus Marseille soll heute Abend dennoch ein Heimsieg her, um sich vor der Länderspielpause etwas Luft zu verschaffen.

Für Fans des französischen Erstligisten Racing Straßburg ist es bislang keine einfache Saison. Erst zweimal gewann ihr Team bei neun Auftritten, auf den starken Auswärtsauftritt in Brest folgte in Reims mit einer 1:2-Niederlage der nächste Dämpfer. Mittlerweile steht die Mannschaft aus der Elsässischen Metropole auf dem vorletzten Platz in der Ligue 1 und ist damit mitten im Abstiegskampf.

Das bittere an den bisherigen Resultaten: Meistens war die Racing-Elf nicht unschuldig an der Niederlage, auch in Reims gewann der Gegner unter Mithilfe der Straßburger. Defensivmann Anthony Caci sprach nach der Partie von einem Konzentrationsdefizit.

Gäste kamen in Porto mit 0:3 unter die Räder

"Es ist ein Mangel an Konzentration, wir reden vor dem Spiel darüber", wird Caci von der Sportzeitung "L’Équipe" zitiert. Doch oft sehen sich die Racing-Spieler einem Rückstand gegenüber, mehr als ein Anschlusstreffer ist dann meist nicht mehr drin. "Wir wachen immer danach auf und das ist das Problem in dieser Saison", nannte er ein weiteres Problem.

Am heutigen Freitag (21 Uhr) kommt nun mit Olympique Marseille eines der Topteams der Liga in Meinau-Stadion. Unter der Woche spielte "l’OM" noch in der Champions League und kam in Porto mit 0:3 unter die Räder. Jean-Marc Kuentz, der den Corona-infizierten Cheftrainer Thierry Laurey vertritt, hat diese Niederlage mitbekommen. "Als Franzose bin ich enttäuscht, wenn ich sehe, dass die Mannschaften, die europäisch spielen, verlieren. Es ist aus vielen Gründen nie gut – wegen den UEFA-Index’ oder nur in Bezug auf das Herz", sagte der Interimstrainer vor der Partie.

Interimstrainer rechnet mit wütendem Gegner

Zudem dürfte Kuentz wissen, dass die Niederlage des Gegners in Portugal die Aufgabe für seine Elf nicht gerade einfacher machen wird. Er rechnet daher mit einer wütenden Mannschaft aus Marseille, die die Pleite aus der Königsklasse in der Liga wieder vergessen machen will. "Wir wissen, dass es eine Reaktion geben wird. Es liegt an uns, alles zu tun, um Punkte zu holen", zeigte er sich vor der Partie aber kämpferisch. Die Gäste liegen derzeit auf dem fünften Platz, mit einem Spiel weniger trennt Olympique derzeit sechs Punkte von Spitzenreiter Paris.

Diese Probleme hätten die Straßburger gerne. Stattdessen müssen die Elsässer aufpassen, dass sie nicht den Anschluss an das Tabellenmittelfeld verpassen. Noch scheint die Lage im Klassement schnell zu reparieren, gleich fünf Teams liegen innerhalb von drei Punkten in der Tabelle.

Früher oder später sollen einige dieser Teams hinter sich gelassen werden. Wichtig sei es, in den kommenden Spielen – nach der heutigen Partie ist Länderspielpause – von Beginn an konzentriert zu sein, sagte Caci schon nach dem vergangenen Spiel. Dass es eine harte Phase ist, dessen sei man sich bewusst, sagte der Abwehrspieler. Gemeinsam wolle man aus diesem Tal nun wieder heraus, gegen den Champions-League-Teilnehmer aus Marseille soll heute Abend der erste Schritt nach oben gemacht werden.

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