Straßburg Racing kann es Freiburg nachmachen

Am Tag vor Heiligabend war Racing Straßburg gegen Paris St. Germain chancenlos. Im neuen Jahr gewannen die Elsässer – hier Ibrahima Sissoko (rechts) – allerdings ihre ersten beiden Spiele und stehen nun auf Rang 15. Foto: Ena Foto: Lahrer Zeitung

Nachdem der Elsässische Erstligist den Saisonstart komplett in den Sand gesetzt hat, läuft es seit einigen Wochen wieder besser. Im neuen Jahr ist Racing Straßburg noch ungeschlagen und steht mittlerweile auf einem Nichtabstiegsplatz.

1. französische Liga: RC Lens – Racing Straßburg 0:1 (0:1). Es ist noch gar nicht lange her, da stand der Elsässische Erstligist Racing Straßburg mit dem Rücken zur Wand. Nach schwachem Saisonstart stand Trainer Thierry Laurey laut französischen Medienberichten kurz vor dem Aus und Racing war tief im Tabellenkeller. Diese dunkele Phase scheint derzeit allerdings überwunden. In den vergangenen acht Spielen holten die Straßburger 14 Punkte und stehen zum Hinrundenende mit mittlerweile 20 Zählern auf dem 15. Platz.

Neuzugang trifft im Lenser Nebel zum Sieg

Aller Abstiegssorgen hat man sich damit natürlich noch nicht entledigt, der Blick auf die Tabelle dürfte den Verantwortlichen im Elsass jedoch wieder deutlich mehr Spaß machen. In gewissen Punkten gleicht die Saison der Laurey-Elf also der des Bundesligisten SC Freiburg. Auch im Breisgau glückte der Start nicht wirklich, mit fünf Siegen in Serie ist der Sportclub nun so etwas wie das Team der Stunde in der Bundesliga.

Ganz soweit ist es bei Racing Straßburg noch nicht, der Auftakt ins neue Jahr dürfte den Club jedoch durchaus zufrieden stellen. Am Dreikönigsfeiertag gab es einen 5:0-Sieg gegen Nimes, am Samstag dann legte Racing im nebligen Lens nach und gewann mit 1:0. Das Tor des Tages erzielte dabei in der 21. Minute Habib Diallo, der erst im Oktober vom FC Metz ins Meinaustadion gewechselt war.

Für seinen Trainer Laurey war die Partie dabei alles andere als einfach. Aufgrund des Nebels habe er die andere Seite des Feldes nicht gesehen, sagte der Trainer nach der Partie. "In der ersten Halbzeit war es das erste Mal, dass ich nicht gerne am Spielfeldrand stand", sagte er. Vor allem der Auftritt in Durchgang eins dürfte Laurey jedoch gefallen haben – spätestens im Videostudium wird er alle Szenen gesehen haben. Denn Racing war in den ersten 45 Minuten die bessere Mannschaft und hatte mehrere Möglichkeiten, schon vor der Pause auf 2:0 zu erhöhen.

Da das jedoch nicht gelang, geriet Durchgang zwei zur Zitterpartie. Die Hausherren, die mit einem Sieg an den Topteams der Liga hätten dranbleiben können, investierten mehr und kamen zur mehreren guten Möglichkeiten. Doch entweder war Racing-Keeper Eiji Kawashima zur Stelle oder die Straßburger Abwehr klärte für den Schlussmann. Und so wurde es am Ende der zweite Sieg im zweiten Spiel des Jahres für die Straßburger.

Drei schlagbare Gegner warten auf Straßburg

"Wir wollten alles tun, um am Ende der Hinrunde 20 Punkte zu haben. Im Vergleich zu unserem Saisonstart ist das nicht schlecht", bewertete Laurey nach der Partie den aktuellen Tabellenstand in der Ligue 1. Platz 15 muss für die Elsässer dabei auch sicher nicht das Ende der Aufholjagd bedeuten. Der zehnte Rang ist gerade einmal sechs Punkte entfernt.

Ein Blick auf die kommenden Gegner dürfte die Hoffnung auf einer weitere Verbesserung des Tabellenplatzes bestätigen. Denn in den kommenden drei Partien trifft Straßburg auf drei Teams aus dem unteren Tabellendrittel. Gelingt es, die Serie weiter auszubauen, könnte sich Racing schon bald im Mittelfeld etablieren und die Abstiegssorgen hinter sich lassen. Das wäre dann eine weitere Parallele zur Saison des SC Freiburg, der am Wochenende als Achter ganz entspannt zum Tabellenführer aus München fahren kann.

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