Straßburg Nummer Eins ist zurück im Training

Racing-Keeper Matz Sels ist nach langer Verletzungspause seit dieser Woche zurück im Mannschaftstraining.Archivfoto: Dedert Foto: Lahrer Zeitung

Nach schwachem Saisonstart hat sich Racing Straßburg mittlerweile ins Mittelfeld hoch gearbeitet. Am Sonntag peilen die Elsässer nun den vierten Sieg in Serie an. Derweil kehrte unter der Woche die Nummer Eins im Tor zurück ins Teamtraining.

Ligue 1: Dijon FCO – Racing Straßburg (Sonntag, 15 Uhr). Die guten Nachrichten verbreitete der Elsässische Erstligist am Mittwoch in den sozialen Medien. Matz Sels, eigentlich die etatmäßige Nummer eins im Racing-Kasten, trainiert wieder zusammen mit der Mannschaft. "Die große Torwartfamilie ist wieder komplett", schrieb der Verein dazu, Bilder zeigten einen gut gelaunten Sels im Kreise seiner Torwart-Kollegen. Im Juli hatte sich der Belgier die Achillessehne gerissen, seitdem war Sels ausgefallen. Seine Verletzung war nur eine von vielen Hiobsbotschaften im Sommer, auch die Corona-Infektionen von mehreren Spielern erschwerten den Straßburger Saisonstart.

Bundesligisten zeigen Interesse an Mohamed Simakan

Mittlerweile scheinen sich die Elsässer, die phasenweise tief im Tabellenkeller steckten, aber freigeschwommen zu haben. Die vergangenen drei Partien gewann Racing allesamt, im Jahr 2021 holte das Team von Thierry Laurey damit die volle Ausbeute von neun Punkten. Dass auf die 5:0-Gala-Vorstellung zum Jahresbeginn zwei knappe 1:0-Siege folgten, darf dabei durchaus als gutes Zeichen gewertet werden – auch wenn man mit der Leistung im vergangenen Spiel gegen Saint-Étienne nicht unbedingt zufrieden sein konnte.

Zufrieden war Laurey dennoch, Grund dafür waren natürlich die drei Punkte. Man zeige mittlerweile Kontinuität, "wir haben in Einheit und Solidarität einen Schritt nach vorne gemacht", sagte der Trainer der Elsässer nach der Partie am Wochenende. Am Sonntag wartet auf seine Elf nun der nächste schlagbare Gegner, Racing ist zu Gast beim vorletzten aus Dijon. Mit dem vierten Sieg in Serie würde Straßburg (23 Punkte) endgültig zum Mittelfeld der Tabelle aufschließen.

Weiterhin fehlen wird Mohamed Simakan, dessen Operation am Knie gut verlaufen ist, wie der Verein mitteilte. Der Defensivakteur wird wohl noch einige Zeit ausfallen, was die internationalen Topclubs jedoch Medienberichten zufolge nicht davon abhält, um ihn zu buhlen. Das Interesse von RB Leipzig und dem AC Milan ist schon länger bekannt. Nun hat laut Sky auch Borussia Mönchengladbach Kontakt zu Racing aufgenommen, die Dortmunder sollen ebenfalls Interesse haben. Als Ablöse für das Abwehrtalent stehen rund 20 Millionen Euro im Raum, inwieweit seine derzeitige Zwangspause die Verhandlungen beeinflussen wird, ist noch nicht abzusehen.

Bis 2025 soll das Meinaustadion umgebaut werden

Um viel Geld geht es derweil auch bei den geplanten Umbauarbeiten am Meinaustadion, insgesamt sind rund 100 Millionen Euro eingeplant. Durch die Arbeiten soll das Fassungsvermögen des Stadions in der Elsässischen Metropole auf insgesamt rund 32 000 Plätze im Jahr 2025 erhöht werden. Während des Projekts muss die Kapazität jedoch teilweise auf 19 000 Fans reduziert werden. "Wir haben es immer gesagt: Wir wollen das Stadion von morgen mit der Atmosphäre von heute. Dies wird der Fall sein", kommentierte Racing-Präsident Marc Keller bei der Vorstellung des Siegerentwurfs Anfang Januar. Präsentiert wurde dieser vom englischen Unternehmen "Populous", das den Zuschlag für die Arbeiten erhielt. Die Firma kann im Bereich des Stadionbaus einige Referenzen vorweisen, darunter auch das neue Wembley-Stadion.

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