Straßburg Jastremska wehrt Matchball ab und siegt in Straßburg

Einen richtigen Tenniskrimi bekamen die Zuschauer am Samstagnachmittag beim Finale des WTA-Turniers in Straßburg geliefert. Im Spiel zwischen der französischen Nummer 1, Caroline Garcia, und der erst 19-jährigen Ukrainerin Dajana Jastremska flogen die Bälle mehr als drei Stunden hin und her, bis die Weltranglisten-42. Jastremska endlich als Siegerin feststand. 6:4, 5:7, 7:6 lautete das enge Endergebnis bei der Begegnung, die am Vortag der Europawahl gewissermaßen im Schatten des Europäisches Parlaments stattfand.

Einen Wettbewerbsnachteil hatte Jastremska, die bereits vor dem Finale zwei französische Spielerinnen aus dem Turnier werfen konnte, gegen ihre französische Kontrahentin nicht. Das Straßburger Publikum verhielt sich fair und feierte nicht nur gelungene Aktionen der eigenen Landsfrau, als auch jene ihre ukrainischen Gegnerin lautstark. "Ich habe keine Bedenken, dass mich das Publikum im Finale nicht unterstützen könnte", hatte Jastremska bereits nach ihrem mit 6:4 und 6:4 souverän gewonnenen Halbfinale gegen die Weisrussin Aryna Sabalenka in der Pressekonferenz erklärt. Denn auch, wenn zu diesem Zeitpunkt das zweite Halbfinale noch nicht einmal begonnen hatte, stand da bereits fest, dass sie im Endspiel auf eine Französin treffen würde. Immerhin standen sich mit Garcia und der ungesetzten Überraschungs-Halbfinalistin Chloe Paquet zwei Spielerinnen der "Grande Nation" gegenüber (Garcia setzte sich glatt mit 6:3, 6:4 durch).

Für Jastremska, die am Freitag neben ihrem Halbfinalauftritt im Einzel im Anschluss auch noch das Doppel bestreiten musste (Dreisatzniederlage an der Seite von Galina Olegowna Woskobojewa gegen das chinesische Duo Han Xinyun/Duan Yingying), war der Triumph im Elsass bereits der zweite Turniersieg auf der WTA-Tour in diesem Jahr. Die als Favoritin angetretene Caroline Garcia, 22. der Weltrangliste, musste sich beim Vorbereitungsturnier auf die French Open dagegen trotz eines Matchballs mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Im Doppel holte sich schließlich am Samstagnachmittag das australische Duo Ellen Perez und Darja Alexejewna Gawrilowa gegen Xinyun/Yingying den Titel.

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