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Straßburg In Straßburg drohen bald Fahrverbote

Die Straßen in der "Eurométropole de Strasbourg" dürfen ab November nur noch mit Umweltplakette befahren werden. Foto: Schauer

Straßburg (thi). Die Straßburger Stadtgemeinschaft macht Ernst: Ab dem 1. November dürfen Autos an bestimmten Tagen nur noch mit Umweltplakette in die "Eurométro­pole de Strasbourg" fahren.

 

Wenn die EU-Grenzwerte in Sachen Stickoxiden, Ozon und Feinstaub im Gebiet des Gemeindeverbands überschritten werden, soll das Fahren dort ab dem dritten Tag danach bis zum Ende der Luftbelastung nur noch mit einer französischen "Crit’Air"-Vignette in Grün und in den Klassen eins bis drei erlaubt sein. Fahrzeuge ohne diese Plakette und solche, die nur eine der Klassen vier oder fünf haben, sind dann nicht zugelassen. Das gilt für französische ebenso wie für ausländische Verkehrsteilnehmer.

Für Motorräder, die älter als 13 Jahre sind, Autos mit Benzinmotoren, die älter als 21 Jahre sind, und Diesel-Fahrzeuge, die älter als zwölf Jahre sind, sowie bestimmte Lastwagen (Benziner älter als 16 Jahre und Diesel älter als acht Jahre) gilt dann Fahrverbot. Die Vorschrift betrifft die Straßen aller 33 Kommunen der "Eurométropole" sowie die Teilstücke der Autobahnen und auch der RD 400/401.

In Paris, Lille, Lyon und Grenoble sind die Umweltplaketten bereits im Januar eingeführt worden. Aber erst seit dem 1. Juli wird dort beim Fahren ohne gültige Vignette ein Strafzettel von 68 Euro fällig, bei Fahrzeugen über 3,5 Tonnen sind es 135 Euro. In Straßburg sollen direkt ab dem 1. November Bußgelder verhängt werden, sofern die Grenzwerte überschritten werden. Deutsche Umweltplaketten sind nicht gültig.

Die "Crit’Air"-Vignetten sind unbegrenzt gültig. Sie können nun im Internet unter www.certificat-air.gouv.fr für 4,80 Euro erworben werden. Eine Kopie des Fahrzeugscheins ist als PDF-Datei beizufügen. Die Webseite ist auch in deutscher Sprache abrufbar.

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