Straßburg Horrorfund: Pilzsammler stößt auf zerstückelte Leiche

In einem Wald südwestlich von Straßburg hat ein Pilzsammler die zerstückelte Leiche einer Frau entdeckt. Die DNA-Analyse hat das Opfer nun als die Studentin identifiziert, die bereits seit einem Jahr vermisst wird. Symbolfoto: Warmuth Foto: Lahrer Zeitung

Straßburg. Französische Behörden haben in einem Waldstück 30 Kilometer südwestlich von Straßburg die Leiche einer jungen Frau entdeckt. Genetische Analysen ergaben, dass es sich um eine bereits seit einem Jahr vermisste Studentin handelt. Dies berichtete unter anderem die elsässische Zeitung "Les Dernières Nouvelles d’Alsace" (DNA) am Montagmorgen auf deren Webseite.

Ein Polizist soll laut französischen Medien den zerstückelten Körper bereits Mitte vergangener Woche bei einem Spaziergang entdeckt haben. Der Gendarm habe in seiner Freizeit nach Pilzen gesucht als er auf den Rumpf eines weiblichen Körpers, einen Schädel mit Resten geflochtener Haare und weitere Leichenteile stieß. Der Körper soll mit einer Säge zerteilt worden sein. Die damals 20-jährige Studentin war Anfang September 2018 auf der Wohnungssuche in Schiltigheim nahe Straßburg verschwunden.

Blutspuren und Zeugen führen zu 59-Jährigen

Zeugenaussagen führten die Ermittler auf die Spur eines 59-Jährigen. Dieser hatte die Immobilienanzeige aufgegeben, auf die sich die junge Frau gemeldet hatte. Der Mann wurde bereits kurz nach dem Verschwinden der Studentin festgenommen, die französische Justiz eröffnete ein Ermittlungsverfahren wegen Mordes und Entführung.

Trotz Blutspuren, die bei ihm gefunden wurden, habe er vor einem Ermittlungsrichter seine Unschuld beteuert, berichteten französische Medien damals. Der 59-Jährige soll erklärt haben, dass er die Studentin am Tag ihres Verschwindens in seine Wohnung gebeten habe, um eine Wunde an ihrer Hand zu verarzten. Anschließend sei die junge Frau wieder gegangen. Der Verdächtige hält weiterhin an dieser Version fest: Bei seiner jüngsten Anhörung am 5. Oktober habe er erneut seine Unschuld beteuert, berichtet auch die Deutsche Presseagentur und beruft sich dabei auf französische Medien. Die Behörden setzen ihre Ermittlungen fort.

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