Straßburg Fans im Freudentaumel

Die Racing-Fans haben Grund zum Feiern. Foto: Archiv: Cleiß

1. französische Liga: Racing Straßburg – Olympique Lyon 3:2 (1:0). Der SC Freiburg hat am Samstagnachmittag den Klassenerhalt geschafft, und wenige Stunden später machte Racing Straßburg es den Breisgauern nach – mit einem Sensationssieg gegen den Tabellenzweiten, der die 25 503 Zuschauer im ausverkauften Meinau-Stadion regelrecht in Ekstase versetzte.

 

Nach einem 1:2-Rückstand bis zur 89. Minute drehte Straßburg das Spiel, gewann 3:2 durch einen Treffer in der vierten Minute der Nachspielzeit, woraufhin die Zuschauer fast durchdrehten. Während die Fans in Straßburg bis in den frühen Morgen feierten, muss der bisherige Tabellenzweite Lyon nach zuvor acht Siegen in Folge Monaco an sich vorbeiziehen lassen und bangt nun um die Teilnahme an der Champions League.

Racing begann stark und ging durch Stephane Bahoken mit 1:0 (22.) in Führung. Im zweiten Abschnitt wurde Lyon immer dominanter und profitierte von einem großzügigen Schiedsrichter, der eine strittige Szene im Racing-Strafraum mit einem Elfmeter ahndete. Fekir verwandelte unter den ohrenbetäubenden Pfiffen der Zuschauer zum 1:1 (50.). Der Treffer zum 1:2 (73.) durch Houssem Aouar für den großen Favoriten zeigte die veränderten Machtverhältnisse.

Das Ende für Straßburg? Nein, in einem unbeschreiblichen Finale sorgte zunächst der kurz zuvor eingewechselte Nuno Da Costa per Kopfball für den nicht mehr erwarteten Ausgleich zum 2:2 (89.). Und dann setzte Dimitri Lienard dem Ganzen die Krone auf: Die vierte Minute der Nachspielzeit war angebrochen, als es Freistoß für Straßburg am linken Strafraumeck gab. Lyon versucht minutenlang die Ausführung zu verzögern. Aber Lienard war nicht aus der Ruhe zu bringen, der "Mann der ruhenden Bälle" zirkelte das Leder in den Winkel des langen Tor-Ecks und verwandelte die altehrwürdige Meinau in ein Tollhaus.

Vor dem letzten Spieltag hat Straßburg, das zusätzlich von Niederlagen der Konkurrenz profitierte, vier Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz 18 (Toulouse) und ist damit gerettet.

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