Straßburg Eine wilde Erbschaft

Auch The Head Shakers aus Lille sind bei der Aufführung von Frank Zappas "200 Motels – The Suites" in Straßburg mit dabei. Foto: Wicquart Foto: Lahrer Zeitung

Straßburg (red/rha). Die 36. Ausgabe von Musica, das Festival für zeitgenössische Musik in Straßburg, blickt vom 19. September bis 6. Oktober auf die 60er- und 70er-Jahre und ihre Ikonen zurück. Im Mittelpunkt das Leben und Werk von Frank Zappa.

Zur Eröffnung am Freitag, 21. September, lädt das Festival Liebhaber des Pop-Rock der 70er-Jahre und Fans des unvergleichlichen Frank Zappa zu einem Konzert-Event, bei dem 150 Musiker die Bühne des Zénith in Straßburg bevölkern. 1971 komponierte und verfilmte Zappa "200 Motels", eine harsche Kritik an trivialen Formen der Unterhaltung, der Konsumgesellschaft und ihrer Invasion durch die Medien. Ungefähr 200 Konzerte hat Zappa und The Mothers of Invention während der ersten fünf Jahre der Band gegeben haben. 200 Konzerte und mindestens ebenso viele Nächte in unattraktiven Motels, in denen Zappa die Musik von 200 Motels skizzierte, um sich der Langeweile zu erwehren. Vor fünf Jahren schuf Esa-Pekka Salonen in Los Angeles eine neue Ausgabe des Pop-Rock-Oratioriums "200 Motels – The Suites".

Der Regisseur Antoine Gindt nimmt sich dieser eindringlichen Musik mit ihren stets aktuellen Themen nun für eine einzigarte Produktion in Frankreich an. Léo Warynski führt das Philharmonieorchester Straßburg, den Chor Les Métaboles, das Percussion-Ensemble Les Percussions de Strasbourg, die Rockband The Head Shakers und acht Gesangsolisten durch Zappas großes Fresko – ein Werk an der Schnittstelle zwischen Pop und symphonischvokalem Experiment.

Beginn ist um 20.30 Uhr.

Weitere Informationen: festivalmusica.org

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