Mit Valentin Kieffer, Edouard Kempf und Benjamin Richert haben gleich drei Handballer aus dem Elsass bei der U21-Weltmeisterschaft in Spanien triumphiert. Bester Mann der jungen Franzosen beim deutlichen 28:23 (15:10) im Finale gegen Kroatien war der gebürtige Straßburger Benjamin Richert (Chambéry) mit sechs Toren. Ähnlich stark war die Leistung von Valentin Kieffer, langjähriger Torhüter beim Zweitligisten Sélestat AHB, der nach der WM zum Liga-Konkurrenten Saran Loiret Handball wechselt. Im Finale war der Sohn des ehemaligen Bundesliga-Keepers des TuS Schutterwald, Jean-Luc Kieffer, mit 15 Paraden und einer Quote von 39 Prozent gehaltener Bälle ein sicherer Rückhalt seines Teams. Die Belohnung für ein starkes Turnier: Kieffer wurde am Ende ins All-Star-Team der Weltmeisterschaft berufen. Der in Mulhouse geborene Rechtsaußen Edouard Kempf (Paris Saint-Germain) landete mit 37 erzielten Treffern auf dem 20. Platz der WM-Torschützenliste. Besser machte es noch sein einstiger Teamgefährte aus Sélestat, Noah Gaudin. Der jüngere Bruder von Thomas Gaudin vom Südbadenligisten TuS Altenheim brachte es mit 47 Toren auf Platz 7. Während die WM für den großen Favoriten Frankreich nach Wunsch verlief, hatte es für das deutsche Team eine riesige Enttäuschung gegeben. Bereits im Achtelfinale war für die Mannschaft von Trainer Martin Heuberger nach einem 36:37 nach Verlängerung gegen Portugal Endstation. Nach einem Sieg im Siebenmeterwerfen im Spiel um Platz neun gegen Spanien hatte die Heuberger-Sieben das Turnier zumindest noch etwas versöhnlich beendet. Der Friesenheimer Frederik Simak vom Bundesligisten Füchse Berlin hatte aufgrund einer Schulterverletzung auf die WM verzichten müssen. Der 21-Jährige bereitet sich stattdessen seit einigen Tagen im Trainingslager in Lübbenau (Brandenburg) mit seinen Mannschaftskollegen auf die neue Saison vor.