Straßburg Auch Toulouse kann Racing Straßburg nicht stoppen

Ernest Seka erklärt den Journalisten nach Spielende das neue RC-Selbstvertrauen. Foto: Cleiss

(pc) - Mit einem 2:1-Sieg gegen Toulouse FC katapultiert sich der Aufsteiger aus Straßburg am vorletzten Spieltag der Hinrunde auf den 8. Tabellenplatz. Der Abstand auf den Relegationsplatz 18 beträgt nun schon sechs Punkte. Die Gäste aus Toulouse dagegen fallen auf dem 17. Rang zurück, nur noch einen Zähler getrennt vom letzten Platz.

Die beiden Gegner des Abends hielten sich nicht lange mit gegenseitigem Abtasten auf. Schon nach fünf Minuten testete TFC-Stürmer Gradel den erstmals im Racing-Tor stehenden Landry Bonnefoi. Aber die Nummer drei von Racing zeigte an Stelle der Verletzen Bingourou Kamara und Alexandre Oukijda an diesem Abend eine fehlerfreie Leistung und parierte sicher. Toulouse war mit der Empfehlung von zuletzt zwei Siegen in Folge nach Straßburg angereist und spielte alles andere als auf Ergebnissicherung. Nur eine Minute nach der Chance von Gradel für Toulouse, setzte Dimitri Lienard auf der anderen Seite Jeremy Blayac in Szene, aber dessen Abschluss wurde ebenfalls eine Beute des sicheren Gästekeepers. Nach einem von Lienard hereingegebenen Freistoß war es wieder Blayac, der im Sturmzentrum auf den Ball lauerte und von einer großzügigen Regelauslegung des Unparteiischen profitierte.

Ein leichter Zupfer seines Gegenspielers am Trikot von Blayac ahndete der Schiedsrichter mit einem überraschenden Elfmeterpfiff. Souverän verwandelte Jonas Martin den Strafstoß zur 1:0-Führung (25.) für Racing. Nur Minuten später sorgte der Unparteiische gewissermaßen selbst für den Ausgleich auf der Gegenseite, als er eine Abwehraktion von Kader Mangane, ohne jegliche Berührung des Gegenspielers, mit einem Freistoß an der Strafraumgrenze vor dem Racing-Tor quittierte. Den zu kurz abgewehrten Ball verwandelte Gradel mit einem unhaltbaren Direktschuss zum 1:1-Ausgleich (30.) für Toulouse.

Sehenswert war der erneute Führungstreffer für Racing nach der Pause durch Kader Mangane. Mit der Außenseite des rechten Fußes schlenzte der Racing-Kapitän im Sprung einen Eckball von Lienard ins gegnerische Tor und erzielte damit das 2:1 (52.) für Racing. Die ohnehin ununterbrochenen Schlachtgesänge und Anfeuerungsrufe der erneut lautstarken Kulisse transformierte das Meinau-Stadion danach in einen wahren Gesangspalast, in dem sich selbst die Haupttribüne wiederholt singend und klatschend von den Plätzen erhob. Toulouse stürmte weiter engagiert nach vorne, was der Heimelf wiederholt zu guten Konterchancen verhalf. Aber sowohl Nuno Da Costa, als auch Anthony Gonçalves vergaben beste Gelegenheiten, den Sack früh zuzumachen, sodass die Partie bis zum Schlusspfiff auf Messers Schneide stand.

"Ich hoffe hierher zurückzukommen. Ich habe trotz unserer Niederlage einen tollen Fussballabend erlebt. Hier gibt es eine Verschmelzung von Fans und Mannschaft, wie man sie in Frankreich selten erlebt", verteilte Gäste-Coach Pascal Dupraz nach dem Spiel Komplimente an die Racing-Fans. Ein zufriedener Ernest Seka erläuterte: "Seit unserem Unentschieden gegen Marseille wissen wir, dass wir selbst mit den großen Mannschaften mithalten können. Wir spielen ohne Komplexe. Aber es steht noch ein Spiel in Metz aus und auch da wollen wir punkten." Tore: Martin (25. Elfmeter), Mangane (52.) für Racing; Gradel (30.) für Toulouse. Racing: Bonnefoi, Lala, Mangane, Koné, Seka, Gonçalves, Lienard, Aholou, Martin, Da Costa (87. Grimm), Blayac (76. Bahoken). Toulouse: Lafont, Yoga, Diop, Jullien, Amian, Bin (68 Boisgard), Cahuzac (58. Toivonen), Imbula (63. Jean), Somalia, Delort, Gradel.

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