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Steinach Tötungsspange bereitet Sorgen

40 Schweine wurden im vergangenen Jahr in Welschensteinach geschlachtet. Foto: Symbolfoto: Xhemaj

Steinach (gm). Eine 2019 in Kraft tretende Verordnung bereitet den Mitgliedern der Weidefleischerzeugergemeinschaft Welschensteinach Sorge: Dann dürfen Schweine nur noch mit einer elektrischen Tötungsspange geschlachtet werden. Die Anschaffung dürfte 5000 bis 6000 Euro kosten, hieß es am Mittwochabend bei der Hauptversammlung im Gasthaus Zum Wilden Mann.

 

Der Vorsitzende Jakob Walter freute sich, dass er den neugewählten Bürgermeister Nicolai Bischler neben Ortsvorsteher Erich Maier begrüßen durfte. Schriftführer Klaus Schöner gab in seinem Tätigkeitsbericht Auskunft über die in den Vorstandssitzungen behandelten Themen. Großes Thema war die neue Verordnung der Schweineschlachtung per elektrischer Tötungsspange. Die Anschaffung bedeutet eine große finanzielle Belastung. Es werde jedoch keinen anderen Weg geben, um die Schlachtung von Schweinen zu erhalten. Zur Kenntnis genommen wurde, dass Tierarzt Jörg-Wolfgang Schäffner die Fleischbeschau in Welschensteinach abgibt und als Nachfolger der Haslacher Tierarzt Frank Schuster gewonnen werden konnte. Schöner gab anschließend die Schlachtzahlen bekannt: 154 Rinder, neun Kälber, 25 Schafe und 40 Schweine.

In seinem Kassenbericht berichtete Kassierer Xaver Weber von einem positiven Abschluss des Wirtschaftsjahrs. Gegenüber dem Vorjahr mit seinem Minus wurden keine größeren Investitionen getätigt und so konnte er von einem Plus im Jahresergebnis berichten.

Walter gab zunächst Informationen über das Töten von Rindern im Hänger der Metzgerei Flasche, wo es manchmal robust zugegangen ist. Deshalb wurde im Hänger eine Vorrichtung angebracht. Über diese Praxis informierte sich vor Ort die Landesbeauftragte des Tierschutzes aus Stuttgart. Letztendlich wurde die Genehmigung erteilt.

Mit der Entlastung des Vorstands verband Ortsvorsteher Erich Maier Dankesworte für die geleistete Arbeit und auch den Tierhaltern für den Zusammenhalt und dem größten Anliegen des Ortsvorstehers, der Offenhaltung der Landschaft. In der kleinen Nachwahl wurde Markus Rapp als weiterer Kassenprüfer gewählt.

Tierarzt Schuster gab Aufschluss über die Standarderklärung zur Anlieferung von Tieren an Schlachthöfe.

Bei der BLHV-Versammlung wurde vom Vorsitzenden Walter zur Verbesserung der Schlachtzahlen die Anregung vorgebracht, dass man nach Wegfall des Schlachthofs in Offenburg in Welschensteinach noch etwas Luft hätte.

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