Steinach Gewerbegebiet und Rückhaltebecken in der Diskussion

Bei der Leseraktion im Steinacher Schwimmbad wurde in kleiner Runde rege über aktuelle Themen diskutiert. Foto: Beule Foto: Schwarzwälder Bote

Steinach (kty). Die Lokalität war ungewöhnlich, die Gäste interessiert – eine lebendige Diskussion hat es in kleiner Runde im Rahmen der Leseraktion "Schwarzwälder Bote lädt ein" am Donnerstagabend im Steinacher Schwimmbad gegeben. Auch Bürgermeister Nicolai Bischler ist zu dieser Veranstaltung unserer Zeitung gestoßen – und nutzte die Gelegenheit, den Steinachern zuzuhören und manch eine Antwort auf direkte Fragen zu geben. Und es gibt einiges, was die Steinacher bewegt, wie bei der munteren Gesprächsrunde mit der für Steinach zuständigen Redakteurin und Kinzigtal-Redaktionsleiterin Lisa Kleinberger deutlich wurde.

Hochwasserrückhaltebecken: Der Bau des Rückhaltebeckens hat für Zündstoff in der Gemeinde gesorgt. Friedbert Dold ärgerte sich vor allem darüber, dass Steinach die letzte Gemeinde im Umkreis sei, bei der der Hochwasserschutz in die Hand genommen wird. Die Diskussionspunkte seien bekannt, trotzdem sei dieses wichtige Thema zu langsam angegangen worden.

Gewerbegebiet Interkom: Man solle Steinach mehr als Wohnort stärken, meinte Dold. "Sind wir ein Dorf mit Industriegebiet oder ein Industriegebiet mit Dorf?", fragte er in die Runde. Da die Gemeinde den Dreck, Lärm und die Naturbeeinflussungen habe, sollte der Löwenanteil der Gewerbesteuer auch nach Steinach gehen, befand Dold. Heute sei es einfach, zu sagen, diese Aufteilung sei nicht gut, so Bischler. Aber damals sei es auch aus finazieller Sicht eine andere Situation gewesen, gab der Bürgermeister zu bedenken. Steinbruch: Der Steinbruch und dessen Erweiterung wurden in der Gesprächsrunde hart in die Kritik genommen. Dabei wurden viele der Bedenken wiederholt, die auch bei einer Bürgerversammlung im vergangen Jahr laut wurden (wir haben berichtet). Hier herrscht unter den Bürgern also noch Unsicherheit.

Gaststätten: "Wir haben wenig Gastronomie und wenige Stammtische", sagte Dold auf die Frage, wie es in dieser Hinsicht um die Gemeinde bestellt sei. Das sei aber nicht nur ein Steinacher Problem, antwortete Bischler. Die Zeiten hätten sich geändert, heute "hocken die Leute nicht mehr so am Stammtisch", sagte er. Hinzu komme, dass es immer schwerer werde, Personal zu finden.

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