Steinach Funktionale und filigrane Lösung

Der Lindenplatz in Welschensteinach soll aufgewertet werden und eine Überdachung erhalten. Foto: Störr Foto: Schwarzwälder Bote

Der Welschensteinacher Lindenplatz bekommt eine feste Überdachung. Die ersten Entwürfe des Steinacher Architekturbüro Kopf haben den Ortschaftsrat überzeugt.

 

Welschensteinach. Die Empfehlung in Richtung Steinacher Gemeinderat lautet: Weiterbeauftragung der Planung und Kostenberechnung sowie Stellen eines Förderantrages zur Umsetzung des vorgestellten Entwurfs.

Am 11. Juni hatte es einen Ortstermin mit Ortschaftsräten und Vereinsvertretern gegeben, bei dem Ideen gesammelt, Prioritäten festgelegt und sich auf eine Grundvariante geeinigt wurde. Aus den gesammelten Vorschlägen erarbeitete Architekt Thomas Kopf einen ersten Entwurf.

Die funktionale Lösung sehe zwei Versorgungsboxen für Essen und Getränke vor, eine der beiden könne zusätzlich als Lager genutzt werden. Vorgelagert wird ein Bereich von drei Metern Tiefe fest überdacht, der auch als Bühne genutzt werden kann. Der Freibereich wird dann mit einer Spalier-Konstruktion samt Zeltplanen-Dach versehen, im Bedarfsfall ist in Richtung der großen Linde Platz für vier große Sonnenschirme.

"Die filigranen und vielfältigen Materialstrukturen lassen den Platz lebendig werden", hob Kopf die Vorteile hervor. Die Höhe des Spaliers sei für die Durchfahrt eines Kühlwagens ausgelegt.

Ortsvorsteher Erich Maier erkundigte sich nach den Denkmalschutz-Auflagen im Zusammenhang mit der Welschensteinacher Wehrkirche. Der Architekt bedauerte: "Es ist das gleiche Thema wie bei den Steinacher Rathaus-Fenstern. Man weiß gar nicht, von wem man eine Genehmigung bekommt. Vor dem 5. September werde ich niemanden nach einer adäquaten Antwort fragen können."

Björn Krugielka (FW) lobte die "super Umsetzung" und hätte sich einzig die Spalier-Stangen als mobile Konstruktion mit betonierten Sockeln wie für die Sonnenschirme vorgestellt. Für Josef Meßmer (CDU) wäre damit der ursprüngliche Ansatz nach wenig Aufwand bei Festen nicht mehr gegeben. "Dann haben wir wieder das Thema mit dem Auf- und Abbau und den dafür notwendigen vielen Helfern."

Thomas Kopf verwies auf den statischen Vorteil einer festen Konstruktion. Xaver Rockenstein (FW) plädierte dafür, mit der Überdachung als Bauwerk in den ELR-Antrag zu gehen. "Ich bin überrascht, wie gut die Ideen umgesetzt wurden", lobte er. Maier erklärte, dass die Möglichkeit einer Förderung der Zufahrt zum ehemaligen Badischen Hof noch überprüft werde.

Zum jetzigen Zeitpunkt liegt noch keine Kostenberechnung für die Überdachung des Welschensteinacher Lindenplatzes vor. Architekt Thomas Kopf erklärte: "Zuerst einmal muss ich wissen, ob der Entwurf Ihre Zustimmung findet." Der fest überdachte Bereich mit den beiden Versorgungsboxen wird eine Grundfläche von etwa 60 Quadratmetern haben. "Bei lockerer Gesellschaft werden 40 Leute sicher nicht nass, wenn es regnet", rechnete der Architekt. Der Platz soll für kleine wie große Feste genutzt werden.

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