Sportstätten-Konzept Lahrer Gemeinderat einigt sich auf Fahrplan

Stefan Maier

Noch vor der Sommerpause soll der Gemeinderat eine Grundsatzsatzentscheidung über das Sportstätten-Konzept treffen. Priorität hat dabei die geplante Sport-Kita, alles andere soll Schritt für Schritt folgen.

Lahr - Der Gemeinderat hat sich am Montag im nicht öffentlichen Teil seiner Sitzung mit dem ambitionierten Sportstättenkonzept beschäftigt. Bei Teilen des Gemeinderats gibt es die Sorge, dass sich die Stadt bei der Umsetzung des gesamten Sportstättenkonzepts (siehe Info) finanziell übernehmen könnte: Auf Anfrage der LZ hatten unter anderem die Grünen und die FDP Bedenken geäußert (wir haben berichtet).

Jetzt zeichnet sich ab, wohin die Reise geht: Wie Oberbürgermeister Markus Ibert am Dienstag über die nicht öffentliche Sitzung berichtete, gebe es Übereinstimmung zwischen Gemeinderat und Verwaltung, das Sportstättenkonzept möglichst in all seinen Bestandteilen zu verwirklichen. Allerdings nicht auf einmal, sondern Schritt für Schritt: Priorität habe die Sport-Kita, um den Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder zu decken. In den Jahren darauf geht es um die anderen Punkte des Konzepts – also insbesondere einen neuen Hockeyplatz.

Neue Konzeption auch für die "Dammenmühle"

Noch den Vorstellungen Iberts soll das gesamte Sportstätten-Konzept vor dem Jahr 2030 fertig sein. Die Verwaltung will jetzt eine Vorlage erarbeiten, wie das Konzept umgesetzt werden kann. Noch vor der Sommerpause soll sich dann der Gemeinderat damit befassen. Eine wichtige Frage ist dabei insbesondere, wo genau die Sport-Kita gebaut werden soll. Von deren Standort hängt alles weitere ab. "Stand jetzt" nicht geplant ist eine Erweiterung des Sportareals bei der Dammenmühle.

Spekulationen, dass das angrenzende Gelände rund um das Hotel Dammenmühle einbezogen werden könnte, haben damit keine Grundlage. Allerdings soll es eine neue Konzeption für das Gelände geben, bestätigte Eigentümer Edgar Kenk auf Anfrage der Lahrer Zeitung. Dabei gehe es aber nicht um einen Verkauf, betonte er.

Kernpunkt des Sportstättenkonzepts ist, dass der SC Lahr seine gesamten Aktivitäten an die Dammenmühle verlegt. Für seine gut zwei Dutzend Mannschaften braucht der SC vier Plätze und zumindest eine Sanierung seines Sportheims. Das hat eine Reihe von Veränderungen zur Folge, so ist der TGB nach Mietersheim umgezogen. Gesetzt ist eine Sport-Kita. Im Gespräch ist auch eine Fusion von Hockey- und Tennisclub und der Bau eines neuen Hockeyplatzes auf dem früheren Clubgelände beim Tiergesundheitszentrum. Die Umsetzung des Konzepts soll einen zweistelligen Millionenbetrag kosten, wovon allein die Sport-Kita mit sechs Millionen Euro zu Buche schlägt. Ursprünglich spielte in dem Sportstättenkonzept auch die Klostermatte, wo die frühere Spielvereinigung ihre Heimat und zwei Sportplätze hatte, eine Rolle. Der Platz beim Max-Planck-Gymnasium soll laut Stadt auch in Zukunft als Schulsportfläche genutzt werden. Ansonsten ist Wohnbebauung im Gespräch.

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