Sperrung in der Ortsdurchfahrt am 9. August vorbei Seelbacher Baustelle wird viel früher fertig

Bürgermeister Thomas Schäfer (rechts) und Bauamtsleiter Rainer Walter freuen sich darüber, dass die Bauarbeiten in der Ortsmitte schneller vorankommen als geplant. Foto: Kiryakova

Seelbach - Die Vollsperrung der Seelbacher Ortsmitte soll schon am Montag, 9. August, aufgehoben werden. Die massive Behinderung des Verkehrs hat damit drei Monate früher als geplant ein Ende.

Die Tiefbauarbeiten zwischen der Marktstraße und der Mündung der Ge- roldseckerstraße sind fertig, berichteten Bürgermeister Thomas Schäfer und Bauamtsleiter Rainer Walter vor Ort. Die Decke aus Kies ist geschlossen und festgewalzt, sagte der Bürgermeister. Jetzt fehlen "nur" noch die Unterdecke aus Asphalt und die letzte Schicht aus Flüsterasphalt. Die sollten in der nächsten Woche aufgebracht werden.

Schäfer und Walter rechnen damit, dass die Vollsperrung am Montag, 9. August, im Lauf des Vormittags aufgehoben wird. Lediglich auf der Höhe des Löffler-Areals bis zur Mündung der Gerolds-eckerstraße bleibt die Verkehrsführung einspurig. Der Verkehr soll über eine Vorfahrtsregelung gesteuert werden. Die provisorische Fußgängerampel bleibt.

Auch die Pflasterarbeiten im Bereich der Mündung sind weiter fortgeschritten als geplant. Die Arbeiten in den Randbereichen der Straße und an der Mündung der Geroldseckerstraße gehen aber nach dem Ende der Sperre weiter. Die Umleitung durch die Luisenstraße über die Eisenbahnstraße zum Kreisverkehr wird dann ebenfalls aufgehoben.

Auf Nachfrage erklärten Schäfer und Walter, dass die Kosten eingehalten werden. Die Sanierung der L 102 vom Dreispitz in Reichenbach bis nach Wittelbach ist mit 1,26 Millionen Euro veranschlagt. Die Gemeinde bekommt einen Zuschuss vom Land in Höhe von 561 000 Euro. Die Sanierung der Straße trägt das Land. Die Arbeiten in der Dorfmitte – die Sanierung der Kanalisation und ein komplett neuer Unterbau – ist Sache der Gemeinde.

Vom Ende der Sperre profitieren vor allem die Bewohner und Geschäftsleute in der Dorfmitte und die Anwohner entlang der Umleitungsstrecke. Die vielen Pendler, die morgens und abends aus dem oberen Schuttertal nach Lahr fahren, werden ebenfalls erleichtert sein. Schäfer sprach bei der Gelegenheit dem Bauamtsleiter einen "Riesendank" aus. Walter habe die Bauarbeiten die ganze Zeit über begleitet. Und er habe alle Sorgen und Beschwerden der Anwohner entgegennehmen müssen. Ein weiteres Lob bekommen die Anwohner entlang der Umleitung. "Sie haben sich alle an das Halteverbot gehalten", sagte Schäfer. Bei einer Geschwindigkeitskontrolle hätten sich an einem Tag alle 800 erfassten Fahrzeuge an Tempo 30 gehalten. Die Firma Knäble aus Biberach habe mehr Arbeitstrupps als zunächst geplant eingesetzt. Das habe zu Missverständnissen mit Anwohnern geführt, da die Arbeiten und damit verbundene Behinderungen schneller vorangekommen wären.

Walter lobte die Bauarbeiter und vor allem den Polier, der die Baustelle leitet. Der habe gerade für die Anwohner in der Dorfmitte immer ein offenes Ohr gehabt. So sei der öffentliche Parkplatz zwischen der Bäckerei Heitzmann und dem NKD immer zugänglich gewesen. Auch die knapp 30 Parteien, die die Neubauten des Löffler-Areals bewohnen, hätten die Tiefgarage immer nutzen können, so Walter.

Schäfer äußerte Verständnis für die Nöte und Sorgen der Geschäftsleute in der Dorfmitte.

Die Sanierung der Landesstraße zwischen dem Kreisverkehr am Ortseingang Seelbach und dem Kreisel am Dreispitz in Reichenbach soll am 20. September beginnen. Es wird, so der Plan, zwei Umleitungen geben. Der Verkehr in Richtung Schuttertal wird über den asphaltierten Weg parallel zur Landstraße geleitet. Der Verkehr nach Lahr wird am Kreisverkehr über die Hochgerichtsstraße auf die B 415 geleitet. Dort soll eine Ampel den Verkehr regeln. Diese Arbeiten, und die damit verbundene Sperre der L 102 und die Umleitungen sollen in einer Woche abgeschlossen sein.

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