So lief der erste Tag B3-Sperrung in südlicher Ortenau

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Kippenheim/Altdorf - Acht Wochen Chaos, das befürchten Anwohner und Verkehrsteilnehmer hinsichtlich der B 3-Sperrung zwischen Kippenheim und Altdorf. Der erste Tag der Sperrung am Montag verlief aber ruhig, vermutlich aber auch deshalb, weil diese erst mittags begann.

Die Befürchtungen im Vorfeld waren groß gewesen: Viele Nutzer der sozialen Medien hatten im Vorfeld ihren Unmut über die B 3-Sanierung pünktlich zum Schulanfang Luft gemacht. Große Umwege und acht Wochen Stau waren befürchtet worden. Der erste Tag der Sperrung startete dann aber überraschend unspektakulär, allerdings auch, weil erst mittags mit dem Absperren der Baustelle begonnen worden war. Die Lahrer Zeitung hat den ersten Tag der Sperrung beobachtet.

7 bis 8.30 Uhr: In der Hauptverkehrszeit, in der alle zur Arbeit pendeln, fließt der Verkehr so ruhig wie gewohnt – auch in den befürchteten "Nadelöhren" Poststraße und Schmieheimer Straße. Das ist aber kein Wunder: Die B 3 ist noch nicht gesperrt, die Umleitungsschilder immer noch überklebt. Es bleibt also zumindest erst einmal alles beim Alten. Das gilt auch, als es später wegen eines Unfalls auf der A 5 Rückstau gibt. 

11.30 Uhr: Die Bauarbeiten auf der B 3 beginnen, zumindest langsam: Auf der Kippenheimer Hauptstraße werden gelbe Markierungen angebracht und ein Stoppschild sorgt nun für eine veränderte Vorfahrtsregelung: Wer von der Oberen Richtung Untere Hauptstraße fährt, muss nun bei der Poststraße erst einmal anhalten und den anderen Vorfahrt gewähren.

Zudem wird der Abschnitt der B 3, der renoviert werden soll, abgesperrt: bei der Weinannahmestelle der Winzergenossenschaft in Kippenheim bis zur Tankstelle in Altdorf. Diese ist nun nur noch aus Richtung Ettenheim befahrbar. Der Verkehr fließt aber weiterhin in beide Richtungen zügig, ohne Staus. Wer sich auskennt, nutzt aber nicht die geplante, vor allem von Kippenheim aus weiträumige Umfahrungsstrecke, sondern Feld- und Wirtschaftswege, um ans Ziel zu kommen.

13.30 Uhr: In Altdorf rücken die ersten Baustellen-Fahrzeuge an, die Straße wird jedoch noch nicht aufgerissen. Zwei Autofahrer haben es trotz Absperrung geschafft, sich auf die B 3-Baustelle zu verirren, kehren aber beim Anblick der Baustellen-Fahrzeuge wieder um.

16 bis 17.30 Uhr: Die erste Belastungsprobe für die B 3 steht nun bevor. Es ist die Hauptverkehrszeit für all jene, die von der Arbeit zurückkehren. Von Kippenheim aus Richtung Ettenheim wird es erst so gegen 17.15 Uhr voller, vorher ist dort kaum etwas los. Aber selbst dann kommt es nur vereinzelt zu kurzen Stockungen, etwa dann, wenn jemand in der Poststraße ausparkt oder es gerade sehr viel Gegenverkehr gibt. Bei der Umleitungsstrecke von Ettenheim über Orschweier und Mahlberg nach Kippenheim sieht es schon etwas anders aus. Dort ist durchgehend einiges los. Besonders schwer tut sich, wer von eine der Mahlberger Nebenstraßen aus auf die Umleitungsstrecke will. Jedoch: Auf der Umleitungsstrecke fließt der Verkehr in seiner normalen Geschwindigkeit, kurze Stockungen gibt es nur vereinzelt.

Dienstag, 7 bis 8.30 Uhr: Auch zur Hauptverkehrszeit am Dienstagmorgen bleibt das befürchtete Verkehrschaos aus, wenn auch mehr Betrieb herrschte als sonst. Lediglich in Ettenheim auf der Rheinstraße, vor der Kreuzung zur Johann-Baptist-von-Weiß-Straße, die zum Städtischen Gymnasium führt, läuft der Verkehr vor Schulbeginn nur stockend. Nach der Kreuzung jedoch fließt der Verkehr wieder. Dabei fällt auf: Richtung Süden, also über Schmieheim, Wallburg und Münchweier, ist wesentlich weniger los als Richtung Norden, also über Orschweier und Mahlberg. Das könnte daran liegen, dass viele Navigationsgeräte nur über Orschweier und Mahlberg umleiten, egal ob man Richtung Süden oder Richtung Norden fährt. Entgegen aller Befürchtungen scheinen die Straßen auch für die Lkws breit genug - zumindest bei dem aktuellem Betrieb mit wenig Gegenverkehr. Die Berichterstatterin fuhr von Kippenheim nach Ettenheim einem Lkw hinterher, der zügig innerhalb der vorgeschriebenen Zeit vorankam. Nur in Wallburg stand er für mehrere Minuten vor einer Busbucht, weil er neben den dort wartenden Bus nicht vorbeifahren konnte.

Resümee: Zwar gab es in den ersten 24 Stunden der B 3-Sperrung zu den Hauptverkehrszeiten mehr Verkehr auf den Umleitungsstrecken als gewohnt. Echte Staus oder Stockungen blieben aber aus. Das ist nicht zuletzt den Anwohnern zu verdanken: Sie alle hatten sich ausnahmslos an die Parkverbote innerhalb der Umleitungsstrecken gehalten und so für einen zügigen Fluss des Verkehrs gesorgt.

Umfahrungen

Der B 3-Abschnitt zwischen Lahr und Kippenheim wird laut dem Regierungspräsidium Freiburg noch bis zum Freitag, 5. November, gesperrt sein. Fahrer, die südwärts wollen, müssen bereits in Kippenheim auf die Poststraße fahren und über Schmieheim, Wallburg, Münchweier und Ettenheim weiterfahren. Wer etwa aus Ettenheim nach Lahr will, wird über Orschweier nach Kippenheim geführt. Parkverbote werden in den Ortsdurchfahrten Orschweier, Mahlberg und Wallburg eingerichtet. Auf den Umleitungen gibt es keine Einbahnregelung.

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