Sicherer unterwegs Neuer Radweg und Kreisverkehr in Kippenheim

Julia Göpfert
Die Verantwortlichen gaben den neuen Kippenheimer Kreisverkehr am Dienstag für den Verkehr frei. Foto: Göpfert

Die K 5342 bei Kippenheim ist freigegeben. Mit dem dort entstandenen Rad- und Gehweg in Richtung Kippenheimweiler konnte nicht nur eine Lücke im Radwegenetz geschlossen werden, es wurde auch ein Unfallschwerpunkt entschärft.

Kippenheim/Kippenheimweiler - Innerhalb von knapp acht Monaten Bauzeit ist an der Kreuzung K 5342 / Keltenstraße / Kehnerfeld in Kippenheim ein Radweg und an der Kreisstraße von Kippenheim nach Kippenheimweiler ein knapp 950 Meter langer Geh- und Radweg entstanden. Über die Brücke hat dieser nun eine Breite von zwei Metern, die ideale Breite von 2,50 Metern wäre nur mit einem Brückenneubau möglich gewesen – dazu will man aber erst den Ausbau der Rheintalbahn abwarten. Das Gelände beim Radweg wurde aber schon einmal für mehr Sicherheit auf 1,30 Meter erhöht, erklärte Infrastrukturdezernent Michael Loritz. Der  neue Radweg sorge nicht nur für mehr Sicherheit, sondern mache auch das Radfahren attraktiver.

Projekt hat knapp 1,7 Millionen Euro gekostet

Was nun bei der Verkehrsfreigabe noch fehlte, seien die noch nicht eingetroffenen Verkehrsleitplanken und die Pflasterarbeiten in der Mitte des Kreisverkehrs. Eine Begrünung sei aufgrund des Schwerlastverkehrs leider nicht möglich.

Insgesamt hat das Projekt 1,63 Millionen Euro gekostet. 90 Prozent davon werden jedoch Bund und Land tragen. Den Rest teilen Kippenheimweiler, Kippenheim und der Ortenaukreis unter sich auf.

Kippenheims Bürgermeister Matthias Gutbrod freute sich, dass für das Thema Radweg, das ihn persönlich seit 2007 und den Gemeinderat noch viel länger beschäftige, nun endlich eine Lösung gefunden wurde. Der damit nun durchgängige Radweg nach Kippenheimweiler sei "ein Meilenstein in Sachen Radverkehr" und "einer der wichtigsten Lückenschlüsse nach Lahr und ein großer Schritt für die Gemeinde".

Gewerbegebiet ist nun besser verbunden

Für die gefährliche Strecke über die Brücke habe es für Radfahrer kaum eine Alternative gegeben, hätten sie nicht einen Umweg von ein bis zwei Kilometern auf sich nehmen wollen. Die nun entstandenen Breite von zwei Metern hielt Gutbrod in "99,9 Prozent der Fälle auch mit Begegnungsverkehr auf dem Weg für ausreichend" – und zur Not könne man ja auch mal kurz absteigen und den anderen vorbeilassen.

Auch der Kreisverkehr sorge nun für mehr Sicherheit und dafür, dass es einen Unfallschwerpunkt in der Gemeinde weniger gebe und die beiden Seiten des Kippenheimer Gewerbegebiets nun sicherer und besser miteinander verbunden seien.

Kippenheimweilers Ortsvorsteher Tobias Fäßler lobte ebenfalls den gelungenen Lückenschluss. Nicht nur nach Lahr, auch nach Kippenheim gebe es in Kippenheimweiler verwandtschaftliche und freundschaftliche Verbindungen. Er freue sich, dass diese nun nicht nur mit vier, sondern auch zwei Rädern gefahrlos gepflegt werden können.

Für Benedikt Edeler vom Bereich Förderungen des Regierungspräsidiums Freiburg waren der neue Kreisverkehr sowie Geh- und Radweg das erste Verkehrsprojekt, bei dessen Freigabe er sei – aber sicher nicht das letzte. Sei der Ortenaukreis doch ein "progressiver und fleißiger Umsetzer von Fuß- und Radwegen". So seien ganz alleine zwischen 2016 und 2021 insgesamt 30 Kilometer Radweg entstanden und jährlich würden mehr als sieben Euro pro Einwohner in Radwege investiert. Der Anteil des Radverkehrs liege bei 25 Prozent.

Der Dank aller galt dem Ortenaukreis und dem Kreistag, den beteiligten Städten und Gemeinden und ihren Gremien, den ausführenden Baufirmen, dem Regierungspräsidium, den Grundstückseigentümern sowie allen anderen am Projekt Beteiligten.

Lahrer und Kippenheimweilerer Firmen

Das Büro Kappis aus Lahr hatte das Verkehrsprojekt geplant und die Firma Vogel-Bau aus Kippenheimweiler den Zuschlag bekommen. »Eine Lahrer und eine Kippenheimweilerer Firma haben ein Lahrer-Kippenheimer Projekt geplant  – das war passend«, erklärte Gutbrod. Er und Fäßler lobten die Zusammenarbeit mit den beiden Firmen ausdrücklich: »Die Zusammenarbeit und der Verkehrsfluss liefen gut – und das obwohl die Bauarbeiten an einer stark befahrenen Stelle waren, wo auch zeitweise gesperrt werden musste«, erklärten die beiden einmütig.

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