Seelbach Zweite Ausgabe

Präsentieren die neue Broschüre über die Seelbacher Konradskapelle (von links): Walter Vetterer, Hansjörg Vögele und Marion Gumper. Foto: Kiryakova Foto: Lahrer Zeitung

Die Konradskapelle oberhalb des Steinbachs stammt aus dem Jahr 1937. Das Kirchlein in Privatbesitz, ist wohl noch vielen Seelbachern bekannt, gerät aber immer mehr in Vergessenheit. Eine neue Broschüre soll das verhindern.

"Die Entstehungsgeschichte eines Kleinodes in Seelbach-Seinbach" (Untertitel) hat Hansjörg Vögele vom katholischen Gemeindeteam in Seelbach redaktionell betreut. Die Gestaltung, Bildbearbeitung und Satz stammen von Walter Vetterer. Die Broschüre ist im Rathaus oder bei Hansjörg Vögele erhältlich. Der Erlös dient dem Erhalt der Kapelle.

Seelbach. Über den Dächern Seelbachs – genauer oberhalb des Steinbachs – steht die Konradskapelle nahe am Waldrand. Die Bäume sind so hoch gewachsen, dass das Gebäude eher verdeckt ist. Wenn Wanderer vorbeikommen und die kleine Glocke läuten, erinnert man sich – gelegentlich. Die Kapelle, im Sommer 1937 geweiht, ist fast in Vergessenheit geraten. Josef Schuhmacher und Ehefrau Rosa, geborene Griesbaum, sowie Theresa Gäs, haben damit den Wunsch ihrer Eltern erfüllt. Die hatten das Grundstück im Jahr 1910 gekauft und wollten da eine Kapelle errichten. Als Vorbild diente eine ähnliche Kapelle in Biberach.

Hansjörg Vögele vom Seelbacher Gemeindeteam, hatte die Idee, die Broschüre, die 2007 zum 70. Geburtstag erschienen ist, neu zu gestalten. Er sei, erklärte Vögele, mit der Kapelle verwurzelt und kannte die Schuhmachers noch persönlich. Vögeles Anliegen ist, dass es hier wieder regelmäßig Gottesdienste geben sollte. Die Kapelle sei – leider – zunehmen in Vergessenheit geraten. Der Grafiker Walter Vetterer hat das vierfarbige Büchlein gestaltet. Kurz vor den Großen Ferien ist die 2. Auflage "Konradskapelle Seelbach" vorgestellt worden. Allerdings in der Kirche St. Nikolaus, an dem Sonntagmorgen hatte es eine Gewitterwarnung gegeben. Die Konradskapelle als Ort der Präsentation fiel daher aus.

Die Kapelle ist immer noch im Besitz der Familie Schuhmacher, die auch für den Erhalt verantwortlich ist. Bei der Renovierung des Dachstuhls im Lahr 2012 hatte sich der damalige Pfarrgemeinderat in Seelbach und das katholische Bildungswerk mit einer Spendenaktion beteiligt. Der Verlauf der ersten Broschüre half da mit. Mit der neuen Auflage, in der neben der Geschichte auch über den Namensgeber, den heiligen Konrad berichtet wird, hoffen die Verantwortlichen, dass das "Seelbacher Kleinod" wieder stärker ins Bewusstsein zurückkehrt.

Tagsüber ist die Konradskapelle in der Regel für Wanderer oder Gläubige geöffnet, was das gelegentliche Läuten erklärt.

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