Seelbach Zorro-Pferd ist wieder putzmunter

Der 18jährige Friesenhengst "Tornado" rutschte während seines Auftritts am Mittwochabend nach Regenguss auf der Rampe aus und fiel hin. Passiert ist aber nichts. Foto: Kiryakova Foto: Lahrer Zeitung

Seelbach. Der Theaterabend unter freiem Himmel im Klostergarten in Seelbach begann vielversprechend: Ein tolles Ambiente, schönes Wetter und viele gut gelaunte Besucher. Kurz nach der ersten Spielhälfte verdunkelte sich allerdings der Himmel, doch auch ein kurzzeitiger Regenguss konnte weder der Spielfreude der Darsteller noch der Begeisterung der Zuschauer etwas anhaben. Schnell wurden von Hauptamtsleiter Siegfried Kohlmann und Team gelbe und rote Regenumhänge verteilt. Und als Hauptdarsteller Christian Peter Hauser, welcher den Gouverneur José Darió Argüello spielte, passend dazu sang: "It never rains in Southern California", amüsierten sich die Zuschauer sogar köstlich.

 

Doch dann passierte es: Während einer Szene, als Zorro, gespielt von Thomas Koziol, auf dem 18-jährigen Friesenhengst "Tornado" sitzend, an den Zuschauern gemächlich vorbeiging, über die Bühne lief und anschließend eine Holzrampe wieder hinunter sollte, hörte man plötzlich ein lautes Geräusch. Schnell wurde jedem klar, dass diese Szene so nicht im Drehbuch von Intendantin Katja Thost-Hauser stand und das große Pferd gestürzt sein musste.

Publikum leidet hörbar mit Ross und Reiter mit

Unüberhörbar ging ein lautes, mitleidvolles Raunen durch die Menge. Auch galten die Gedanken des Publikums dem Hauptdarsteller Thomas Koziol, denn es war mangels fehlender Sicht nicht jedem klar, ob er bei dem Vorfall auf dem Pferd saß oder nicht.

Nach dem Vorfall wurde das Stück weitergespielt, doch die Anspannung konnte man an den Reaktionen der Zuschauer und in ihren Gesichtern ablesen. Sicherlich war das Publikum beruhigter, als der nächste Auftritt von "Tornado" mit "Zorro" verdeutliche, dass beide wohl glimpflich davongekommen sind.

Zum Schluss der Aufführung beruhigte Hauptamtsleiter Siegfried Kohlmann das Publikum und erklärte, dass weder Ross noch Reiter etwas passiert sei. Auf Nachfrage bei Siegfried Kohlmann am Freitag berichtete dieser, dass das Pferd spezielle Hufeisen mit Eisennoppen hatte, welche einen Ritt über die Rampe ermöglichten. Am Mittwochabend hätte Thomas Koziol, ein geübter Reiter, jedoch aufgrund des Regens davon abgesehen, die nasse Rampe hinunterzureiten, er sei abgestiegen und hätte das Pferd am Zügel hinuntergeführt.

Dennoch sei "Tornado", der im richtigen Leben "Binne" heißt und Walter Schindler gehört, mit dem Hinterfuß weggerutscht und hingefallen. Kohlmann versicherte, dass zu jeder Zeit verantwortungsvoll mit dem Pferd umgegangen worden sei, dieses bei jeder Vorstellung seine Betreuerin, Amelie Faißt, in der Nähe gewusst hätte.

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