Seelbach Wohl keine 100 000 Gäste

Rund 60 000 Besucher waren bis zum 1. August im Seelbacher Familienbad. Archivfoto: Baublies Foto: Lahrer Zeitung

Rund 60 000 Besucher sind bis zum 1. August ins Seelbacher Familienbad gekommen. Und auch wenn das Wetter in dieser Woche eher durchwachsen und regnerisch war, so zieht Bauamtsleiter Manfred Uhl eine positive Zwischenbilanz.

Seelbach. An die Saison 2018 mit 102 267 Besuchern werde man aber wohl nicht herankommen, sagte Manfred Uhl, Leiter des Bau- und Umweltamts, im Gespräch mit unserer Zeitung. "Das war außergewöhnlich", blickt er zurück. Die Prognose für 2019 beinhaltet daher keine sechsstellige Zahl. "Wir sind zufrieden, wenn 90 000 bis 95 000 Gäste kommen", sagt Uhl.   Schlechter Frühsommer kostet Gäste: Noch ist man von dieser Zahl allerdings ein Stück weit entfernt. Genau 59 868 Besucher kamen bis zum 1. August ins Familienbad. "Der schlechte Frühsommer hat Gäste gekostet", sagt Uhl. Zu jener Zeit war es eher nass und kalt – also alles andere als Schwimmbadwetter.   Hitzewelle bringt Besucherrekord: Ende Juni kam der Sommer dann aber. Und zwar so richtig. Bei Temperaturen von bis zu 40 Grad waren die Menschen dankbar für jede Abkühlung und strömten in die Freibäder. Der zweiten Hitzewelle Ende Juli verdankt das Seelbacher Bad die bisher stärkste Woche. "Der besucherreichste Tag war der Donnerstag, 25. Juli, mit 3019 Besuchern", berichtet Uhl.   Verkürzte Öffnungszeiten haben kaum Auswirkungen: Gut zwei Wochen musste das Bad seine Öffnungszeiten reduzieren, ein Bademeister war krank. Daher öffnete das Bad in dieser Zeit im Frühsommer nur halbtags. "Überwiegend stießen die verkürzten Öffnungszeiten auf Verständnis", sagt Uhl dazu. In wenigen Fällen sei auch mit Unverständnis reagiert worden, so Uhl. Da das Wetter zu dieser Zeit aber nicht das Beste gewesen sei, haben sich die Beschwerden in Grenzen gehalten, so Uhl.  Zwei hauptberufliche Angestellte: Das Seelbacher Familienbad hat ein kleines Team. Daher war die Verkürzung der Öffnungszeiten die einzige Möglichkeit, einen Ausfall zu kompensieren. In dieser Saison arbeiten zwei hauptberufliche Fachangestellte im Freibad. Eine weitere Fachkraft hilft tageweise aus. Außerdem wird bei erhöhtem Betrieb auf einen Studenten zurückgegriffen, der als Rettungsschwimmer eingesetzt wird. "Zeitweise hatten wir auch Unterstützung an Wochenenden durch die DLRG Lahr", sagt Uhl.   Keine Zwischenfälle: In Kehler Freibädern kam es in diesem Sommer mehrfach zu Auseinandersetzungen zwischen Badegästen, teilweise musste die Polizei das Bad räumen. Von solchen Problemen sei man in Seelbach aber komplett verschont geblieben, berichtet Uhl.   Hälfte der Gäste nicht aus Seelbach: "Es hält sich etwa die Waage", sagt Uhl auf die Frage, woher die Gäste kommen. Heißt: Etwas mehr als 50 Prozent der Gäste sind Touristen sowie Besucher aus dem Umland, der Rest sind Seelbacher, die in "ihrem" Bad den Sommer genießen. Noch bis zum 15. September haben sie die Chance dazu. Dann endet die diesjährige Badesaison.

 57 Euro (Normalpreis) kostet eine Dauerkarte für das Familienbad. Knapp 2000 – genauer gesagt 1899 – dieser Jahreskarten wurden für die Badesaison 2019 verkauft. Im "außergewöhnlichen" Jahr davor waren es 2092.

  • Bewertung
    0