Seelbach Viel Rückenwind bei Neustart

Bernhard Reichenbach (stehend) konnte am Donnerstag seine ersten Gäste begrüßen. Foto: Kiryakova Foto: Lahrer Zeitung

Das Sportheim des FSV Seelbach hat wieder einen Pächter. Am Donnerstagabend gab es zur Eröffnung einen Sektempfang mit Häppchen. Vorstand und Spieler sind sichtlich froh und erleichtert, dass die Clubgaststätte wieder bewirtschaftet wird.

Seelbach. Mit einer gelungenen Auftaktveranstaltung hat sich der neue Pächter der Gaststätte des FSV Seelbach, Bernhard Reichenbach, seinen zahlreichen Gästen vorgestellt. Vorstand, die Mannschaft und viele Mitglieder folgten der Einladung des neuen Wirts und kamen am Donnerstagabend zum Empfang und Kennenlernen. "Wir sind sehr froh, dass unser Sportheim wieder einen Pächter hat. Bernhard macht einen guten Eindruck", sagte Philipp Schwörer, Spieler des FSV Seelbach. Auch der Vorsitzende Edgar Hacker ist erleichtert. Seit April mussten Mitglieder des Vereins in Eigenregie die Sportstätte bewirtschaften, da der vorherige Pächter nach nur drei Monaten aufgegeben hatte.

Der 60-jährige Reichenbach kommt aus Kippenheimweiler und hat lange Erfahrung in der Gastronomie. 13 Jahre hat er ein Lokal mit Kegelbahn in Willstätt betrieben, danach 16 Jahre eine Metzgerei mit Gaststätte in Ulm. Nach Seelbach ist er gekommen, weil er ein Lokal suchte, das Abends bewirtschaftet. Ein Bekannter, so erzählt er, hatte ihm den Tipp gegeben. Vor vier Wochen sei er nach Seelbach gekommen, habe sogar ein Spiel des FSV geschaut und sich dann entschieden. Fußball ist zudem seine Leidenschaft, als Jugendlicher war er selbst aktiver Spieler.

Noch hat er hier nicht viele Menschen kennengelernt. Aber: "Die Leute sind offen und sehr freundlich", sagte er. Seinen Gästen wird Reichenbach eine kleinere Speisekarte mit gutbürgerlicher Küche anbieten. Dazu kommen Wochenangebote – und seine Spezialität "Currywurst Bernhard". Für den Sommer sind Grillabende und Musikfeste geplant, auch über einen Cateringservice denkt er nach. "Erst müssen wir Sicherheit gewinnen und dann schauen wir weiter", sagte Reichenbach dazu.

Er ist kein professioneller Koch, aber nach so vielen Jahren in der Gastronomie verfügt der gelernte Metzger über genügend Erfahrung. Unterstützung an der Theke bekommt er von seiner Lebenspartnerin Maria Hilius. Es werden aber noch Servicekräfte gesucht. Eines ändert sich nicht: Natürlich können die Gäste weiterhin im Lokal die Spiele der Bundesliga über Sky verfolgen.

Lange Jahre hatte Andrea Jörger die Sportgaststätte bewirtschaftet. Zum Ende des Jahres 2017 musste sie aus gesundheitlichen Gründen den Vertrag beenden. Danach hatte der FSV kein großes Glück mit den Pächtern. Jetzt hofft man, dass nach dem guten Start am Donnerstagabend die Kehrtwende geschafft ist.

Die Sportgaststätte hat dienstags bis samstags ab 17 Uhr geöffnet. An Bundesliga Spieltagen wird schon ab 14 Uhr aufgeschlossen. Bei Heimspieltagen der Jugend – und Seniorenmannschaften wird eine Stunde vor Spielbeginn geöffnet. Montag ist Ruhetag.

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