Seelbach Vandalismus macht TC Seelbach zu schaffen

Immer wieder hatte der Tennisclub mit Lärmbelästigungen und Müll zu kämpfen. In den vergangenen zwei Jahren kommt jetzt aber auch Vandalismus dazu. Foto: TC Seelbach

Lahr - Immer wieder gab es in der Vergangenheit beim TC Seelbach Probleme mit Lärmbelästigung oder hinterbliebenem Müll. Seit einiger Zeit kommt nun aber auch Vandalismus dazu. Auch eine Anzeige wegen Sachbeschädigung hat es bereits gegeben.

"Wir haben schon öfter Probleme mit Vandalismus gehabt", sagt Christine Himmelsbach, Vorstand für Vereinsführung beim Tennisclub Seelbach. Bisher konnte der TC mit den vergleichsweise kleinen Vorfällen umgehen.

Nachdem an einem Montagabend im September aber wieder vermeintliche "Partygäste" sich auf dem Gelände des TC laut verhalten haben, sah sich der Tennisclub in der Pflicht, zu handeln. Mit einem Aufruf in der aktuellen Ausgabe des Gemeindeblatts Schuttertal stellten Himmelsbach und ihr Team klar, dass keine internen Vereinsveranstaltungen Grund für den immer wieder aufkommenden Lärm seien. In dem Aufruf fordert die Vorsitzende zudem die Bürger auf, Auffälligkeiten, bei Hermann Wahl, Vorstand des Sportbetriebs, oder gegebenenfalls auch bei der Polizei zu melden.

"So hat sie es uns auch gesagt und so geben wir es auch den Gästen weiter", berichtet Mitarbeiterin Manuela Willmann vom benachbarten Campingplatz auf Nachfrage unserer Zeitung. Auch bei ihnen haben sich bereits Gäste über den "Wahnsinnslärm" beschwert. Dass Himmelsbach jetzt die Leute bittet, bei erneuten Vorfällen, die Polizei zu rufen, sei eine neue Entwicklung, so Willmann.

Verweilende Jugendliche habe es dort in der Vergangenheit immer gegeben, sagt Himmelsbach. So mussten die Verantwortlichen nach durchzechten Abenden oftmals Alkoholflaschen und den hinterlassenen Müll entsorgen. Es sei auch immer mal wieder vorgekommen, dass auf dem Gelände Reifenspuren von Autos sichtbar waren, so die Vorsitzende. "Wenn das so abläuft, dann ist das okay, es stört ja keinen", sagt sie. Es sei bis dahin auch nie etwas kaputt gegangen und nie habe etwas gefehlt – im Gegenteil: Die Unbekannten hätten oftmals sogar die Stühle wieder vorbildlich zurückgestellt, berichtet Himmelsbach.

In den vergangenen zwei Jahren habe sich die Situation aber negativ verändert. Es bleibe nicht mehr ausschließlich beim reinen Zusammensitzen. So haben etwa Unbekannte bereits Stühle kaputt gemacht, einen Sandkasten eingetreten und eine Regenrinne abgerissen. Letztere sei mit ein paar hundert Euro auch der größte verursachte Schaden auf dem Gelände gewesen und wurde zur Anzeige gebracht, so Himmelsbach.

Die Vorsitzende berichtet zudem von Scherben auf dem Park- und sogar auf dem Sandplatz sowie mit Ketchup beschmierte Wände.

Wer für die aktuellen Vorfälle genau verantwortlich ist, da hat Himmelsbach "keine Ahnung". Zwar habe es dieses Jahr bereits eine Anzeige wegen einer abgerissenen Regenrinne bei der Polizei gegeben, die blieb aber erfolglos. Aufgrund des geringen Schadens wurde die Anzeige eingestellt, so Himmelsbach.

Sicher sind sich die Verantwortlichen dagegen über die genauen Täter aus dem vergangenen Jahr. Vermutlich seien es Jugendliche gewesen, so die Vorsitzende. Die Gruppe komme inzwischen aber nicht mehr. "Wir wissen schon, wer es war, und die sind sich wiederum im Klaren, dass wir es wissen und kommen nicht mehr", so Himmelsbach.

Wie es nach den neuesten Ereignissen weitergeht, bleibt abzuwarten. Zumindest seien die vergangenen zwei Wochen ruhig geblieben, so die Vorsitzende.

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