Seelbach Sanierung des Rathauses wird teurer

Der Nordflügel des Seelbacher Rathauses muss derzeit ohne den maroden Dachstuhl auskommen. Foto: Kiryakova Foto: Lahrer Zeitung

Seelbach - Die Sanierung des Seelbacher Rathauses wird teurer. Bei der Gemeinderatssitzung am Montag wurde das Budget für verschiedene Auftragsarbeiten um 143.000 Euro auf jetzt rund 566. 000 Euro erhöht.

Der Gemeinderat stimmte der Erhöhung ohne Diskussion zu. Für das zweite Paket an Auftragsarbeiten waren sechs Gewerke ausgeschrieben, darunter neue Türen, Schlosserarbeiten, Glaserarbeiten und der Außenputz am ehemaligen Klostergebäude. Die Ausgaben hier liegen insgesamt um knapp 31.000 Euro unter einer ersten Kalkulation für diese Arbeiten. Dazu kommen Pilzbekämpfung, die Kücheneinrichtungen und als Nachtrag Pflasterarbeiten im Innenhof. Die Zwischensumme hatte, laut der Beschlussvorlage, insgesamt knapp 447.000 Euro betragen.

Die notwendige Erneuerung des Dachstuhls und die ebenfalls unvorhergesehene Erneuerung des Bodens in der Bücherei erhöht die Kosten in diesem zweiten Ausschreibungspaket um insgesamt rund 143.000 Euro. Bürgermeister Thomas Schäfer bekam die Ermächtigung, die Aufträge zu erteilen. Der Eigenanteil der Gemeinde beträgt knapp 77.000 Euro. Den anderen Teil übernimmt die Städtebauförderung.

Architekt Christoph Wussler stellte im Rat die Notwendigkeit des Abbruchs und Neubaus des Dachstuhl über dem Nordflügel vor (wir haben berichtet). Die Kosten für ein neues Dach oder eine mögliche Sanierung seien in etwa gleich. Josef Schwörer (CDU) sagte für seine Fraktion, dass der neue Dachstuhl von Vorteil sei. "Wir waren von Anfang an für die Modernisierung", stellte Wolfgang Himmelsbach (SPD) fest. Einig waren sich alle: Wenn der Schaden jetzt nicht entdeckt worden sei, wären die Arbeiten in einigen Jahren aufwendiger und sicher auch teurer gewesen.

Die Erneuerung des Bodens in der Bücherei, die an Ort und Stelle bleiben wird, ist notwendig. Bei einer Begehung der Baukommission wurden Spanplatten auf Lagerhölzern unmittelbar über den Erdreich aufgefunden, die stark verrottet waren. Zur Vergabe gehören Einrichtungen in den Funktionsbereichen der Postagentur, der Touristinfo, dem neuen Bürgersaal, den Sozialräumen für Mitarbeiter, dem Sekretariat des Bürgermeisters und der Kasse. Den Zuschlag erhielt Daniel Fehrenbacher mit seiner Kreativschreinerei auf dem Schönberg. Er hatte als einziger rechtzeitig ein Angebot abgegeben.

Die Kostenberechnung lag bei knapp 20.000 Euro. Das Angebot beläuft sich auf knapp 30.000 Euro. Die höheren Kosten hier sind mit einer umfangreicheren Ausstattung im Bürgersaal und den Sozialräumen begründet.

Bürgermeister Thomas Schäfer betonte, dass es mit der Modernisierung auch eine größere Sicherheit im Brandschutz im gesamten ehemaligen Klosterkomplex, der aus dem 18. Jahrhunderts stammt, geben würde.

Die Gesamtkosten der Rathaussanierung belaufen sich auf 5,4 Million Euro. Die Förderung des LRP beträgt rund 2,5 Million Euro. Eine weitere Förderung von 500.000 Euro kommt aus dem Ausgleichsstock. Der Eigenanteil der Gemeinde beträgt rund 2,3 Million Euro. Am Montag, 9. September, wird es ein "kleines Richtfest" für den dann neuen Dachstuhl über dem Nordflügel geben.

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