Seelbach Rathauschef wird in 45 Tagen gewählt

Der Gemeinderat mit Carsten Gabbert (links) traf sich zu der Sitzung in der Dörlinbacher Festhalle, wo für die Einhaltung der Abstandsregel gesorgt war. Foto: Kiryakova

Dörlinbach - Die Schuttertäler wählen am Sonntag, der 19. Juli, ihren neuen Bürgermeister. In seiner Sitzung am Dienstag in der Festhalle in Dörlinbach hat der Gemeinderat diesem Terminvorschlag der Gemeinde zugestimmt.

Es war die erste öffentliche Sitzung des Gremiums seit dem Ausbruch der Pandemie. In den vergangenen Wochen hatte es stattdessen Videokonferenzen von Bürgermeister Carsten Gabbert und den Ratsmitgliedern gegeben.

Einziger Punkt auf der Tagesordnung war am Dienstag die Festsetzung eines Termins für die Wiederholungswahl. Die für den 19. April vorgesehene Wahl konnte auf Anordnung des Landratsamts wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Sollte eine Wahl, wie hier geschehen, abgesagt werden, darf der neue Termin nicht mehr als sechs Monate später liegen. Der letztmögliche Tag wäre daher der 19. Oktober gewesen.

Doch die Gemeindeverwaltung will früher wählen lassen, viel früher. Als Tag der Wiederholungswahl schlug sie den 19. Juli vor – und der Rat stimmte geschlossen zu. Bürgermeister Carsten Gabbert enthielt sich. Diese Entscheidung hatte er vor der Abstimmung angekündigt mit der Begründung, dass er neutral bleiben und den Eindruck vermeiden möchte, er wolle schnellstmöglich wählen lassen. Gabberts Amtszeit wird verlängert, bis der neue Bürgermeister ins Amt eingeführt wird (wir haben berichtet).

Um den neuen Termin gab es keine Diskussion. Einige der Räte kommentierten die Verschiebung aber dennoch. Rut Geiger (CDU) sagte, dass man erst nach der Wahl wissen werde, ob dieser Termin eine gute Entscheidung gewesen wäre. Dem schloss sich Benedikt Himmelsbach (Freie Wähler) an, der die Frage in den Raum stellte, was wäre, wenn es nach den großen Ferien eine neue Welle an Erkrankungen geben würde und man dann unbedingt wählen müsse. Gerhard Himmelsbach (Freie Wähler) fragte, ob man die Wahl nach den derzeit geltenden Vorschriften abhalten könnte.

Gabbert entgegnete, dass es in den drei Ortsteilen dafür bereits jetzt ein Hygiene-Konzept gebe. So werde zum Beispiel jedes Wahllokal einen separaten Ein- und Ausgang haben. Auch das Landratsamt habe bereits signalisiert, dass die Wahl so vonstatten gehen könne, zumal die Zahl der Neuinfektionen zurückgegangen ist. Im Rat war man sich dann einig, dass der vorgeschlagene Termin passt: Abgesehen von der Enthaltung des Bürgermeisters fiel die Entscheidung einstimmig aus.

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