Seelbach Rathaus ist jetzt eine Baustelle

Seelbach - Putz bedeckt die Böden von Büros, Kabel hängen heraus, Zwischendecken sind teils rausgerissen: Der Umbau des Seelbacher Rathauses ist zwar erst vor wenigen Tagen gestartet worden. Doch schon jetzt ist der Verwaltungssitz kaum wiederzuerkennen.

Die Firma Berger war die erste, die mit ihren Arbeiten im Rathaus angefangen hat. "Sie war schon am 2. Januar hier, um die Sanitärinstallationen zurückzubauen", sagt Wolfgang Singler vom Bau- und Umweltamt am Donnerstag bei einem Rundgang durch das ehemalige Franziskanerkloster. Anfang der Woche folgten die Firma Baumann, die sich um Rohbau- und Abbrucharbeiten kümmert, sowie die Firma Faisst und Heuberger, die den Rückbau der Elektroinstallationen und die Einrichtung der Baustromschlussstellen übernimmt. Alle Firmen kommen aus Seelbach.

Bevor aber irgendetwas im Rathaus neu entstehen kann, muss alles alte raus. Das Rathaus wird von unten bis oben in den Rohbauzustand versetzt. Dazu werden gerade die Zwischendecken, teilweise sind es sogar zwei pro Raum, entfernt. Auch einige eingezogene Zwischenwände mussten bereits dran glauben. Richtige Durchbrüche stehen allerdings noch nicht auf dem Arbeitsplan der Firmen. "Dafür gibt es noch keine Freigabe", sagt Singler bei dem Rundgang mit der Lahrer Zeitung.

Er sei in diesen Tagen täglich im Haus, ebenso wie die Architekten und Fachplaner, um den Fortschritt im Auge zu behalten und die weiteren Schritte einleiten zu können. Zudem ist auch der Bauhof noch vor Ort. Dieser hat die Heizkörper, Türen und Regale abgebaut und eingelagert. Sie sollen im umgebauten Rathaus wieder zum Einsatz kommen. "Diese Woche bauen wir noch die Fahrregal-Anlage unseres Archivs ab. Dann kann der Bauhof hier erst mal nichts weiter tun."

Rund 15 Arbeiter bevölkern das Rathaus seit Montag. Vor dem Rathaus an der Hauptstraße sind vier Container positioniert, in die gerne auch aus den Fenstern der Baumüll geworfen wird.

Arbeiter schützen Böden und Türrahmen

Verputzmaterial, Gipskarton, Metall oder auch Holz – jeder Müll hat seinen Platz. "Die Trennung ist auch hierbei wichtig, sonst bekommen wir den Müll nicht los", sagt Singler. Da die Rathaus-Baustelle wie jede andere auch gefährlich sei, ist sie durch Bauzäune gut abgeschirmt. Es wird aber nicht nur abgerissen, sondern auch geschützt, wie zum Beispiel die Böden und Türrahmen, die mit Verkleidungen versehen werden, damit sie die Umbauphase ohne Schaden überstehen.

Die erste Bauphase des Umbaus, der rund fünf Millionen Euro kosten wird, soll laut Singler bis etwa August oder September dauern. Das Gebäude wird in den Rohbauzustand versetzt, dazu gehören dann auch die Durchbrüche von Wänden. Parallel wird dann schon die neue Haustechnik aufgebaut. Und nicht zuletzt wird für den geplanten Aufzug der Schacht gemauert.

Singler freut sich, dass es die Arbeiten gut gestartet sind. "Bei dem Umbau geht es darum, dieses wichtige Gebäude zu erhalten und den Bürgern eine moderne Anlaufstelle mitten im Ort bieten zu können. Das ist eine tolle Sache."

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