Seelbach Nachthimmel ermöglicht faszinierende Blicke auf Jupiter und Co.

Christian Flick (links) und weitere Mitglieder des Astronomischen Vereins Ortenau stellten Spiegelteleskope auf, durch welche die Kinder faszinierende Blicke erleben durften. Foto: Dach Foto: Lahrer Zeitung

Dörlinbach (ax). Bei der Astronomischen Beobachtungsnacht im Rahmen des Ferienprogramms auf dem Rebbergbühl in Dörlinbach ließen sich am Samstagabend 14 Kinder die Geheimnisse des Universums näher bringen. Aber auch die begleitenden Mütter und Väter konnten von den fünf erfahrenen Mitgliedern des Astronomischen Vereins Ortenau (AVO) viel Wissenswertes über die Astronomie erfahren.

Noch bei Tageslicht erklärte Maria Lichtenberg vom AVO mithilfe von an Schnüren befestigten Kugeln, welche unglaublichen Größenverhältnisse in unserem Sonnensystem herrschen. Wo für unsere Erde noch ein halber Meter Schnur ausreichte – was aber bereits einer Entfernung von 150 Millionen Kilometern zur Sonne entsprechen sollte – würden für Neptun schon zehn Meter Schnur benötigt. Zwischenzeitlich hatten die anderen AVO-Mitglieder Christian Flick, Mario Makaro, Rico Dach und Siegfried Heppner ihre Teleskope aufgebaut. Anhand des mächtigen, vereinseigenen Spiegelteleskops erklärte Christian Flick, wie diese funktionieren.

Bei beginnender Dämmerung haben die Kinder dann mit bloßem Auge den Planeten Jupiter, den hellsten "Stern" der ersten Nachthälfte am Himmel entdeckt. Beim Blick durch die Spiegelteleskope staunten die Kinder nicht schlecht über die vier Jupitermonde, welche nun als kleine helle Punkte neben dem Planeten sichtbar waren. Kurz darauf konnte dann schon mit bloßem Auge Saturn am dunkler werdenden Nachthimmel wahrgenommen werden, welcher dann auch gleich von den Teleskopen anvisiert wurde und für Begeisterung sorgte.

Viele weitere interessante Objekte wie Doppelsterne, die in verschiedenen Farben leuchten, oder mächtige planetarische Nebel, bestehend aus von einem sterbenden Stern abgestoßener Materie, konnten in der Nacht noch von den Kindern und auch Erwachsenen beobachtet werden. Ein besonderer Höhepunkt war der Blick zur 2,5 Millionen Lichtjahre entfernten Andromedagalaxie (Nachbargalaxie zur Milchstraße). Mit viel spannendem Wissen über das Universum im Gepäck konnten die Kinder dann später ihren Heimweg antreten.

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