Seelbach "Knifflige Situation gemeistert"

In der Südbadenliga hält der Aufsteiger HSG Ortenau Süd lange mit dem Topteam aus Schutterwald mit, muss am Ende aber die Segel streichen. Auch Altenheim und Hofweier halten sich schadlos und stehen weiter in der Spitzengruppe der Tabelle.

(fg/smü). Südbadenliga Männer: HSG Ortenau Süd - TuS Schutterwald 28:32 (13:15). "Es war in Ordnung", bilanzierte der Trainer des TuS Schutterwald, Nico Baumann, die Partie bei der abstiegsgefährdeten HSG. Deren Trainer Mirko Reith ärgerte sich am Ende über die ausgelassenen Chancen seiner Mannschaft: "Wenn wir die reingemacht hätten, wäre es am Ende vielleicht anders ausgegangen."

Nach einer offenen Anfangsphase konnte sich der Gast nach dem 2:2 erstmals auf 5:2 absetzen. Den gelang es von Beginn an nicht, die Hauptakteure des TuS Schutterwald – Christoph Baumann, Tim Heuberger und Felix Zipf – auszuschalten. Ganze 23 Treffer gingen auf das Konto der drei TuS-Spieler. Speziell Zipf attestierte Baumann ein "sehr gutes Spiel". Aber auch generell war der TuS-Trainer recht zufrieden mit dem Auftritt seiner Sieben. "Wir haben gut gespielt, es aber verpasst, uns entscheidend abzusetzen." Denn immer wieder hatte man die HSG am Rande des Zeitspiels, kassierte dann aber doch noch den Gegentreffer. "Sie haben das gut gemacht", lobte daher Baumann auch die Leistung des Gegners, die immer wieder dran blieb. So wechselten die Teams 15:13 aus Sicht der Schutterwälder die Seiten.

HSG-Coach Reith versuchte seinen Jungs nochmals zu verinnerlichen, auf was diese beim gegnerischen Angriffsspiel achten müssen. Allerdings fruchtete dies nach dem Seitenwechsel erst mal nicht. Schutterwald kam besser aus der Kabine und konnte seine Führung wieder auf vier Treffer zum 14:18 erhöhen. Die HSG Ortenau Süd blieb aber dran. Doch am Ende war es wieder die Chancenverwertung, die einer möglichen Überraschung einen Strich durch die Rechnung machte.

Baumann hingegen war zufrieden, dass man eine "knifflige Situation gemeistert" hatte und lobte nochmals speziell die Angriffsleistung seines Teams. Sein Gegenüber Reith hatte die Partie danach schnell abgehakt und war mit den Gedanken schon beim Abstiegsgipfel in der kommenden Woche, wenn es für die HSG nach Steinbach geht. HSG: Richini, Betzler 4, Fimm 1, Bolz 2, Leufke 4, Kleinert, Schilli, Enderlin 1, Wilhelm 3, Bechtold 2, Göpper 8/3, Brucker 3. TuS: Wöhrle, T. Heuberger 4, Bachmann 3, Harter 3, Herrmann, Erlenwein, Hug 1, Zipf 10/2, Baumann 9/1, Seigel 2, F. Heuberger, Heintz. (fg). SG Waldkirch/Denzlingen - TuS Altenheim 18:37 (8:17). "Es ist nicht immer einfach als Favorit", erklärte Altenheims Trainer Timo Heuberger. Denn als solcher war seine Sieben beim Schlusslicht aus Waldkirch natürlich angetreten. Dazu kommt die dünne Personaldecke beim TuS. Gerade einmal "anderthalb Auswechselspieler" standen Heuberger zur Verfügung. Denn Marvin Schilling war noch nicht bei 100 Prozent. "Hut ab vor der Mannschaft", sagte daher der Trainer nach dem überzeugenden Auftritt.

"Wir waren sehr konzentriert – speziell in der Abwehr", lobte Heuberger. Und aus dieser Abwehr heraus startete immer wieder der TuS-Express seine Gegenstöße und die zweite Welle. Begünstigt wurde dies natürlich von den Hausherren, die eine Vielzahl an Fehlwürfen, Ballverlusten und technischen Fehlern in der Statistik hatten und es so den Altenheimern leicht machten. Doch auch wenn das Spiel faktisch bereits nach 15 Minuten (10:2 für Altenheim) entschieden war, so spielte der TuS, der nach dem Spieltag auf Platz drei der Tabelle steht, das Spiel über 60 Minuten seriös zu Ende und leistete sich kaum Schwächephasen. TuS: Grange, Schäfer - Sutter 5, Teufel 3, Heini 4, Fels 1, S. Rudolf 2, Farrenkopf 3, Schilling 9/2, Kugler 10. (ps). TuS Oberhausen - HGW Hofweier 22:32 (11:13). Nur eine Halbzeit lang konnte der Aufsteiger aus Oberhausen dem Spitzenreiter Paroli bieten. Danach setzte sich die individuelle Klasse des HGW durch. Das musste auch TuS-Trainer Francois Berthier neidlos anerkennen. "Spiele wie gegen Hofweier und Schutterwald sind für uns nicht entscheidend", sagte er, war aber dennoch recht zufrieden mit dem Auftritt seines Teams. Sein Gegenüber Michael Bohn kritisierte ein wenige die Fehlerzahl des HGW in Durchgang eins. "In der zweiten Hälfte haben wir es dann aber souverän runtergespielt und verdient gewonnen", sagte er. So war bei der Acht-Tore-Führung nach 45 Minuten die Partie entschieden. Der HGW festigt damit seine Tabellenführung. TuS: Hörsch, Gasser - Karl, Maurer 2, Köbele 10/2, Stern, Martinez 1, Metzger 1, Zamolo 1, Freppel 3/1, Heß 1, Moser, Bauer 3. HGW: Nikolic, Knuth - Graf, Bächle 4, T. Stocker 4, S. Stocker 1, F. Herzog, Barbon 4, M. Herzog, Vucetic 6, Gieringer 4, Einloth 3, Dittrich 6/1.

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