Seelbach Kinder gehen auf Safari

Helmut Opitz erklärt den Kindern beim "Fischen" am Teich, was ein Biotop ist. Foto: Kiryakova Foto: Lahrer Zeitung

Im Rahmen des Seelbacher Ferienprogramms haben acht Kinder das Biotop des Naturschutzbundes im Rückhaltebecken zwischen Seelbach und Wittelbach erkundet. Da der Teich ein spektakulärer Ort ist, lohnt es sich, ihn genauer zu erforschen.

Seelbach. Der elf Jahre alte Jakob ist schon Meister mit dem Fangnetz, genannt "Casher". Er ist in diesem Jahr das dritte Mal in den großen Ferien am Biotop mit dabei. Er ist ein alter Hase – was Wasserkäfer oder Libellenlarven, Molche, Wasserspinnen oder Frösche betrifft. Etwa 20 verschiedene Arten von Insekten leben im Teich. Das sagt Helmut Opitz vom Nabu Lahr. Leider würden sich in diesem Jahr nicht so viele Arten hier finden, durch die Hitze hat der Teich zu wenig Sauerstoff. Die Kinder haben trotzdem Spaß und finden den einen oder anderen Teichbewohner.

Die "Gefangenen", die die Kinder aus dem Teich gefischt haben, kommen in getrennte Wasserbehälter. Opitz erklärt, dass die Larven der Libelle "Räuber" wären und daher nicht mit anderen Teichbewohnern in einen Topf geworfen werden dürfen. Dann wird es wirklich wissenschaftlich. Mithilfe einer Lupe bestimmen die Kinder die Tiere, die sie eingesammelt haben. Ein Ansporn ist der Wettbewerb. Wer sammelt am meisten Tiere ein? Und: Wer fängt einen Wasserskorpion? Artname: "Nepa Zinerea", ein Insekt aus der Familie der "Skorpionswanzen". Das wäre das Highlight.

Dann wurde es laut: Kiran (sieben Jahre) hat einen Molch gefasst und zeigte die Beute Opitz. Die Aufforderung, den Molch anzufassen, war dann doch zu viel. Das kleine Lebewesen war doch etwas unheimlich. Lena (sieben Jahre) ist dagegen von ihrem Fang begeistert gewesen.

Sie beobachtet mit einer Lupe eine Wasserspinne mit einem "Eipaket". Die Spinne trägt das Ei in einer Blase mit sich.

Bei dem Ferienangebot lernen die Kinder viel. Es ist etwas anderes als in der Schule, weil die Teilnehmer hier aktiv am "Unterricht" beteiligt wären. Das ergänzt Opitz zu der Szene.

Am meisten Glück hatte Jakob: Er fing einen Wasserskorpion. Den konnten alle acht Kinder betrachten. Die "Gefangenen" haben den "Unterricht" gut überstanden. Am Ende, gegen Mittag, wurden alle eingesammelten Lebewesen wieder in das Biotop – in ihre "Freiheit" – entlassen.

Der Duden definiert den Begriff "Biotop" als einen "durch bestimmte Pflanzen und Lebewesen bevölkerten Lebensraum". Ein Biotop ist auch ein Habitat, das nur einer Art nützt oder diese schützt.

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