Seelbach Kinder erobern Spielplätze zurück

Auf den Spielplätzen in Seelbach kehrt wieder Leben ein. Foto: Kiryakova

Seelbach - Endlich wieder schaukeln, rutschen und im Sand buddeln. Seit wenigen Tagen sind die Spielplätze in Seelbach unter Auflagen wieder geöffnet. Darüber freuen sich nicht nur die Kindern, sondern auch ihre Eltern.

Kinder und Eltern haben Spielplätze vermisst 

Zwei Monate waren sie gesperrt und wurden schmerzlich vermisst, nicht nur von den Kindern. Denn für die Eltern kam die Frage auf, wie sie ihren Nachwuchs beschäftigen können, wenn selbst der nahegelegene Spielplatz wegen Corona gesperrt ist – und wie sie ihren Sprösslingen das Ganze überhaupt noch erklären können.

Dreijähriger kapierte nicht, weshalb der Spielplatz gesperrt war

"Ich musste meinem Sohn erzählen, dass der Spielplatz kaputt ist. Er ist zu jung, um diese Situation zu verstehen", sagt Catharina Schneekloth. Die Notlüge half nicht besonders, Elias (drei Jahre alt) wollte den Spielplatz mit Hammer und Nägeln reparieren, damit er dort wieder toben kann, erzählt sie weiter.

Abstand halten bei Kindern nicht einfach 

Auf dem großen Spielplatz an der Turnhalle spielen rund zehn Kinder. Einige sind auf der Rutsche, manche laufen herum, andere schaufeln im Sand. "Ich finde es gut, dass die Spielplätze wieder geöffnet sind und die Kinder zusammen spielen können", sagt auch Veronika Beck. Der Kontakt habe gefehlt, umso mehr würden sich die Kleinen jetzt freuen, ihre Kameraden wiederzusehen. "Mit dem Abstand halten klappt es nicht so, aber bei Kindern ist das auch nicht einfach", sagt die Mutter. Sie selbst sei auch froh, wieder andere Mütter zu treffen. Ein bisschen plaudern und sich austauschen, während die Kinder spielen, tue schließlich auch ganz gut.

Emotionales Wiedersehen von Großeltern und Enkelkindern 

Auf dem Spielplatz an der Schutter freuen sich Finn (sieben Jahre) und Danny (vier Jahre), dass sie wieder auf ihrem Lieblingsplatz sein können. "Wir sind öfters hier vorbeigelaufen, und Danny wollte unbedingt auf dem Schiff spielen", erzählt Natali Chwal. Die Zeit Zuhause sei nicht einfach gewesen, der Kleine sei oft quengelig gewesen, habe den Kontakt zu anderen Kindern vermisst. Auch Stana Loboda ist erleichtert: "Für mich war es eine Katastrophe, ich durfte meinen Enkelsohn lange nicht sehen. Schon beim Anblick seiner Spielzeuge traten mir die Tränen in die Augen". Gleich nach dem Wiedersehen sei sie deshalb mit ihm auf einen Spielplatz gegangen.

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