Seelbach "In meinen Gedichten drücke ich meine Fragen an das Leben aus"

Nicolas Knipping aus Seelbach hat sein erstes Buch veröffentlicht. Foto: Privat

Seelbach -  "Am Wegesrand, das Gras war grün, in den Lüften sanft die Pollen blühn", so lauten die ersten Verse des Gedichts "Wanderung im Bordbistro". Nicolas Knipping beschreibt in diesem und vielen anderen poetischen Texten seine Gefühle und Gedanken. Auch seine Erlebnisse und Beobachtungen vor und während der Coronapandemie hat er in den Schriftstücken verarbeitet.

Der 26-jährige Seelbacher hat zu Beginn dieses Jahres seine Sammlung mit Gedichten, Geschichten und Fotografien in seinem Buch "Will ich nichts verpassen, schließe ich die Augen" zusammengefasst und gemeinsam mit der Zentrale Karlsruhe veröffentlicht.

"In der heutigen Zeit ist alles so rational eingegrenzt, dramatisch und ernst. Die Kunst aber ist grenzenlos, überwindend, musterbrechend und hinterfragend", erklärt Knipping.

Wieder Raum schaffen für Fantasie und positive Gedanken

Mit seinem Buch will er wieder Raum schaffen für die Fantasie, für positive Gedanken und Reaktionen. "Die Natur spielt in meinen Gedichten eine große Rolle, aber auch die Musik und andere Bücher haben mich und meine Arbeit beeinflusst. In meinen Gedichten drücke ich die unterschiedlichsten Fragen an das Leben aus, die mir gerade in den Sinn kommen."

Vor vier Jahren hatte Knipping mit dem Schreiben angefangen, die Idee für das Buch sei ihm dann im vergangen Jahr gekommen. "Im Juni und Juli habe ich eine Alpenbergtour gemacht und habe auch das, was ich dort erlebt und gefühlt habe, lose als Gedichte und Geschichten aufgeschrieben. Dank Corona hatte ich freien Raum in meinem Kopf und wollte alles in eine geordnete Form bringen", erzählt Knipping.

Für den jungen Seelbacher gehören der Austausch mit seinen Freunden und die Frage, wie er sein eigenes Leben leben und gestalten will, im Alltag dazu.

Vor einigen Jahren ist Knipping nach Karlsruhe gezogen und hat dort Bewegungsklassen zur Erforschung des Körpers unterrichtet, bevor er nach Berlin zog. Dort hatte in einer Art Tempel ein Selbststudium der Inneren Kampfkünste begonnen.

"Der Körper ist das Werkzeug zur inneren Ruhe. Für mich gehen aber auch Bewegung und Schreiben mit einher", erzählt er. Dichten bedeutet für ihn nicht nur die Reflexion seiner Selbst, sondern auch die Abhängigkeit von seinem Umfeld: "Ich muss beobachten und zuhören können."

So sei auch der Titel des Buches entstanden – durch eine Welt, die er erfahren könne, wenn er die Augen schließt. "Denn dann verpasse ich nichts, sondern mir werden viele neue Gedanken offenbart."

Das Buch "Will ich nichts verpassen, schließe ich die Augen" gibt es in der Buchhandlung Schwab in Lahr für 13 Euro zu kaufen. Für Fragen aller Art ist Nicolas Knipping per E-Mail an nicolas.knipping@web.de erreichbar.

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