Seelbach Immer mehr Kunden greifen zu den Pfandboxen

Inhaber Alexander Weber zeigt die Pfandboxen, von denen er mittlerweile 700 Stück hat. Foto: Kiryakova Foto: Lahrer Zeitung

Seelbach. Immer mehr Unternehmen und Geschäfte wollen nachhaltig produzieren. Auch in der Region setzen viele Betriebe auf wiederverwendbare Verpackungen, etwa die Metzgerei Weber in Seelbach.

Seit einem halben Jahr bietet Inhaber Alexander Weber Pfandboxen an. Die Kunden haben die Wahl, ob sie ihre Wurst- und Fleischwaren in Papier- beziehungsweise Plastikfolie oder eben in einer Pfandbox gereicht bekommen. Etwa die Hälfte nutzt mittlerweile die Pfandboxen, so Weber. "Es wird sehr gut angenommen, wir müssen immer mal wieder nachkaufen", freut er sich. Angefangen hätten sie im Mai mit rund 150 Pfandboxen, mittlerweile besitzt die Metzgerei rund 700 Stück. Es sind aber nie alle gleichzeitig im Einsatz, ein Bestand müsse als frische Tauschware immer in der Metzgerei bleiben. Die Idee hinter den Pfandboxen ist, Material zu sparen. "Da fällt im Lauf des Tages doch einiges an Verpackungsmüll an", erklärt Weber.

Betrieb spart eine Menge Verpackungsmüll ein

Zudem dürften eigene Boxen der Kunden aus hygienischen Gründen nicht über die Theke kommen. Laut Lebensmittelgesetz dürfen keine Verpackungsgegenstände des Kunden in den Hygienebereich hinter die Theke gelangen, so Weber. Es musste also eine Lösung her.

Der Vorteil der Pfandboxen sei, dass man sie wiederverwenden könne, so Weber. Gegen einen Pfand von fünf Euro bei kleinen Boxen sowie sieben Euro bei großen Boxen erhält der Kunde seine Box. Bringt er sie wieder zurück, kann er entscheiden, ob er das Pfand oder eine neue Box mit Waren haben will. Die abgegebenen Pfandboxen werden in der Metzgerei gereinigt. Auch die Rückmeldung bestärkt Weber: "Es wird viel besser angenommen, als ich gedacht habe. Mit der Resonanz bin ich sehr zufrieden. Über die Pfandboxen wird geredet."

Einziger Wermutstropfen: Die Pfandboxen bestehen aus Kunststoff. Auch über Glasboxen hat er nachgedacht, jedoch wäre die Gefahr vor Splittern in den Fleisch- und Wurstwaren bei dieser Variante zu groß, sagt Weber. Trotzdem werden die Boxen mehrmals verwendet und sind somit nachhaltiger als die üblichen Einweg-Verpackungen, die man anschließend wegwerfe, betont er und sagt: "Es ist nicht die 100-prozentige Lösung, aber ein Schritt in die richtige Richtung".

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