Seelbach Hilfe für Schüler in Quarantäne

Adrian Sutterer (von links), Thomas Schäfer, Siegfried Kohlmann und Daniel Janka stellen die neuen "Convertibles" in der Lehrerbücherei vor. Foto: Baublies Foto: Lahrer Zeitung

Das Geroldsecker Bildungszentrum hat 120 neue Tabletts angeschafft. Die Geräte, eine Mischung aus Laptops und Tablets, würden auch zum Einsatz kommen, wenn einzelne Schüler aufgrund der Corona-Pandemie in Quarantäne müssten.

Seelbach. Am Freitag haben Rektor Daniel Janka, Fachlehrer Adrian Sutterer sowie Bürgermeister Thomas Schäfer und Hauptamtsleiter Siegfried Kohlmann die neue Anschaffung in der Lehrerbücherei vorgestellt. Die handlichen und vor allem robusten Mini-PCs heißen in der Fachsprache Convertibles. Die Bildschirme lassen sich mit einem speziellen Stift beschreiben, wenn man den Screen um 180 Grad dreht. Dann dienen die Geräte als Tablets. Normal aufgeklappt, haben die Geräte eine Tastatur und es lässt sich eine Maus anschließen. Das ist der Teil, der als Laptop funktioniert.

Sutterer verdeutlicht den doppelten Nutzen so. Mit dem Stift können die Schüler zum Beispiel Rechenaufgaben auf dem Bildschirm notieren. Bruchzahlen wären in einer Textverarbeitung und Tastatureingabe keine einfache Sache. Umgekehrt sei die Tastatur von Vorteil, wenn Schüler Texte schreiben. Da sei der Touchscreen eher ein Ärgernis. Noch ein Vorteil: Die Convertibles sind ursprünglich für den militärischen Einsatz konstruiert worden. Soll heißen, dass die Geräte den Schulalltag gut aushalten.

Die Gemeinde hat für die Anschaffung einen Zuschuss von 57 000 Euro bekommen. Bei der Gelegenheit lobten die Anwesenden die schnelle und unbürokratische Bereitstellung durch das Land und den Bund. Die Gemeinde hat den Rest zu den insgesamt 62 000 Euro bereitgestellt, die die Geräte insgesamt gekostet haben.

Geräte decken den tatsächlichen Bedarf ab

Sutterer erklärt, dass die Convertibles notwendig wären, sollten die Schüler wieder digital unterrichtet werden müssen. Die Geräte decken den tatsächlichen Bedarf ab, den es am Geroldsecker Bildungszentrum gibt, wenn der Fall der Fälle wieder eintreten würde. Sutterer nannte ein Beispiel. "In einer Klasse der Werkrealschule haben gerade zwei von 20 Schülern zu Hause die Möglichkeit, einen PC und einen Drucker zu verwenden." Zwar hätten so gut wie alle Schüler heute ein Smartphone, dass aber für Online-Unterricht nur bedingt taugen würde.

Daher ist die Gemeinde, der Schulträger, "froh, dass wir die Geräte haben", ergänzte der Bürgermeister. Rektor Janka präzisierte hier allerdings, dass man die Convertibles einsetzen würde, wenn es eine neue Schulschließung geben würde oder wenn einzelne Schüler – aufgrund eines Coronafalls zu Hause – in Quarantäne müssten. Im Gegenteil werden die Geräte nicht eingesetzt, sollte ein Schüler aus anderen Gründen nicht am Unterricht teilnehmen können.

Was die grafische Oberfläche angeht, sehen die Convertibles so aus, wie Schüler und Lehrer die neuen Medien mittels PCs in der Schule einsetzen (wir haben darüber berichtet). Die Convertibles sind allerdings nicht an den zentralen Server in der Schule angeschlossen.

Bei der Präsentation der neuen Convertibles im Geroldsecker Bildungszentrum war ein Teil der Geräte bereits im Einsatz. Was aber nichts mit Quarantäne zu tun hat. Eine Klasse erprobte den Einsatz und den Umgang. Erstaunlich, stellten die Pädagogen fest, sei, dass so gut wie alle Schüler fit mit dem Smartphone wären. Eine Maus würden aber viele der Jüngeren tatsächlich jetzt erst kennenlernen. Wie gerade Jüngere mit der neuen Technik umgehen, habe sich in den vergangenen Jahren stark geändert.

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