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Seelbach Gemeinde verschafft sich ein Polster

Die Gemeindebücherei bleibt im Rathaus, einem Umzug ins Bahnhöfle wurde ein Absage erteilt. Dadurch spart sich die Gemeinde Umbaukosten, die mit 50 000 Euro beziffert wurden. Foto: Archiv: Baublies

Grund zur Freude hatten die Seelbacher Ratsmitglieder bei der Gemeinderatssitzung am Montag. Der Zwischenbericht für das aktuelle Haushaltsjahr fiel sehr positiv aus. Seelbach kann die Rücklage auf rund 2,62 Millionen Euro aufbessern.

 

Seelbach. Kämmerer Wolfgang Mech trug die Zahlen den Ratsmitgliedern vor. Besonders im Verwaltungshaushalt kann die Gemeinde nach jetzigem Stand mit Mehreinnahmen beziehungsweise Einsparungen punkten. Da die Bücherei nicht wie vorgesehen ins Bahnhöfle ziehen wird, spart sich die Verwaltung Umbaukosten von 50 000 Euro. Größere Einnahmen als vorgesehen gab es vor allem bei der Gewerbesteuer. In der Planung war die Gemeinde von einer Million Euro ausgegangen. Das erwartbare Ergebnis liege nun aber bei bereits 1,4 Millionen Euro. Auch beim Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer ergeben sich nach der Maisteuerschätzung und der Schlusszahlung für das vergangene Jahr Mehreinnahmen in Höhe von 211 000 Euro (insgesamt 2,54 Millionen Euro), bilanzierte Mech. Durch die Anhebung des Grundkopfbetrags entsprechend der Maisteuerschätzung um etwa sechs Euro und die Steigerung der Einwohnerzahl ergeben sich auch bei den Schlüsselzuweisungen Mehreinnahmen: insgesamt 2,27 Millionen Euro und damit 99 500 über dem Plan.

Die Zuführung zum Vermögenshaushalt liegt nach dem Haushaltsplan bei 1,09 Millionen Euro. Da sich für den Verwaltungshaushalt aber eine Verbesserung um 712 500 Euro ergebe, kann somit mit einer Zuführung an den Vermögenshaushalt in Höhe von 1,8 Millionen Euro gerechnet werden.

Baumaßnahmen in der Schule kosten mehr als geplant

Im Vermögenshaushalt sind vor allem kleinere Bauprojekte und Anschaffungen etwas teurer geworden, so kostete das neue Fahrzeug (GLW2) für die Feuerwehr 6500 Euro mehr. Für den Ausbau der Betreuungsräume und die Herstellung einer Behindertentoilette in der Schule sind zudem noch Restkosten über 18 200 Euro angefallen. Die Erneuerung der Beleuchtung im Bürgerhaus kam die Gemeinde auch etwas teurer als geplant, 22 000 Euro statt 15 000 Euro. Durch die höhere Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt bleibt die Bilanz aber positiv.

Durch die guten bisherigen Zahlen aus diesem Jahr und aus 2016 (siehe Info) kann Seelbach die Rücklage am Ende des Jahres voraussichtlich um rund 992 000 Euro auf 2,62 Millionen Euro steigern. Bürgermeister Thomas Schäfer freute sich über das Ergebnis und hielt fest, dass die Rücklagen für die kommenden Projekte, die Neugestaltung der Ortsmitte und Arbeiten im Rathaus selbst "dringend" benötigt werden wird. "Es freut mich auch, dass die Firmen in Seelbach so gut dastehen." Die leichten Mehrausgaben im Vermögenshaushalt seien keine Überraschungen. Sämtliche Änderungen wurden dem Gemeinderat bereits vorgelegt.

Alfred Himmelsbach (CDU) fand es erstaunlich, dass trotz vieler politischer Unabwägbarkeiten im In- und Ausland die Konjunktur schon seit Jahren stabil bleibe und wachse. "Außerdem profitieren wir davon, uns in der Vergangenheit ein gewissen Maß angewöhnt zu haben", sagte er. "So sind wir jetzt in der angenehmen Lage, uns eine Rücklage aufzubauen."

INFO

Abschluss 2016

Die Buchungen für den Jahresabschluss 2016 sind abgeschlossen. Insgesamt schließt das Jahr besser ab, als noch im November bei der Aufstellung des Haushaltsplans 2017 angenommen. So fällt die Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt 1,16 Millionen Euro höher aus und beträgt insgesamt 2,55 Millionen Euro. Die Zuführung an die allgemeine Rücklage beträgt 878 000 Euro statt eines Verlusts. Die Rücklage beträgt zum Ende des Jahres 2016 nun 1,42 Millionen Euro.

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