Seelbach Eine Einigung ist nicht in Sicht

Rund 50 Anwohner und der Wittelbacher Ortschaftsrat kamen zur Begehung des Baugebiets Oberes Feld III. Einig wurde man sich aber nicht. Foto: Kiryakova

Wittelbach - Das Baugebiet "Oberes Feld III" in Wittelbach sorgt weiter für Diskussionen. Vor allem die geplanten Zufahrten sorgen für Proteste der Anwohner. Die Straßen seien zu eng und die Bürgersteige zu schmal für große Baufahrzeuge, bemängeln diese. Die Erschließung des Neubaugebiets Oberes Feld III erfolgt durch die Oberdorfstraße und eine eigens dazu angelegte Baustraße. Die Beschwerden der Anwohner des Oberen Felds richten sich gegen die Tatsache, dass beim Bau der neuen Häuser nach der Erschließung die Baufahrzeuge durch das Wohngebiet zu- und abfahren würden.

In der vergangenen Sitzung des Ortschaftsrats Wittelbach am 25. Juni wurde vereinbart, die Verkehrssituation im Wohngebiet Oberes Feld, das die Straßen Reformstraße, am Sonnenberg, Gartenstraße und Oberes Feld umfasst, im Rahmen einer gemeinsamen Begehung zu diskutieren (wir haben berichtet). Grund dafür waren zahlreiche Beschwerden von Anwohnern. Vergangene Woche trafen sich nun etwa 50 Wittelbacher mit den Ortschaftsräten sowie Rainer Walter, Leiter des Seelbacher Bau- und Umweltamts.

Die Anwohner legten bei der Begehung Wert darauf, dass sich ihr Protest nicht generell gegen das Neubaugebiet richten würde, sondern um die Zufahrtsstraßen für die Baufahrzeuge, die später durch das Wohngebiet führen würden. Lastwagen könnten dann nicht mehr durch die Oberdorfstraße fahren, da ein privates Grundstück den Weg versperre. Die Anwohner beanstanden, dass die Reformstraße zu alt und noch dazu in einem schlechten Zustand sei.

Anwohner bemängeln Breite der Straße

Zudem sei die Kurve Richtung Am Sonnenberg eng und daher gefährlich. Was wäre, wenn hier täglich Baufahrzeuge mit 30 Tonnen oder mehr, die Straße befahren, fragten sich die Anwohner. Durch die Vibrationen könnten zudem Schäden an den Häusern auftreten. Eine Anwohnerin erinnerte an das Versprechen, das hierdurch entstehende Kosten von der Gemeinde übernommen würden. Bauamtsleiter Rainer Walter entgegnete hier, dass so etwas im Detail geklärt werden müsse. Die Anwohner sollten den Zustand – Vorher und Nachher – genau dokumentieren.

Ortsvorsteher Werner Göhrig erinnerte an den Vorschlag, dass an der Treppe zwischen Reformstraße und den Straßen Am Sonnenberg und Oberes Feld eine Rampe für Kinderwagen errichtet werden sollte. Die Anwohner hatten mehrfach bemängelt, dass nicht nur die Straßen zu eng, sondern auch der Bürgersteig zu schmal wäre, sollten sich Baufahrzeuge und Fußgänger begegnen.

Bei der Begehung hat es nach einer längeren Diskussion kein Ergebnis gegeben. Die Sorgen hat die Verwaltung aufgenommen. Der Ortschaftsrat wird das Thema erneut beraten.

In Wittelbach soll die Fläche Oberes Feld III für voraussichtlich 24 Bauplätze erschlossen werden. Die Erschließung erfolgt über die Verlängerung der vorhandenen Straßen Oberes Feld und Gartenstraße. Der Erschließungsträger plant und baut das Wohngebiet in enger Abstimmung mit dem Ortschaftsrat Wittelbach und dem Gemeinderat.

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