Seelbach Duell der Gegensätze in Seelbach

Schutterns Christian Lederer will den Tabellenachten aus Ottersweier auf Distanz halten. Foto: Wendling Foto: Lahrer Zeitung

Die Spitzenteams der Landesliga Nord, die HSG Ortenau Süd und Ottenheim empfangen am Samstag mit den Kellerkindern aus Altdorf und der SG Muggensturm/Kuppenheim vermeintlich leichte Gegner. Ein Spaziergang wird es dennoch nicht.

(red/eb). TS Ottersweier - TuS Schuttern (Samstag, 20 Uhr). Mit dem Heimsieg gegen Baden-Baden hat der TuS den Abstand zu den Abstiegsplätzen vergrößern können und kann relativ gelassen die kommenden vier schweren Auswärtsspiele angehen. Das Erste steht am Wochenende in Ottersweier an. Im Hinspiel im Januar, das mit 28:32 verloren ging, hat das Team von Axel Schmidt gegen einen hochmotivierten Gegner eigentlich alles falsch gemacht.

Ohne Durchschlagskraft lag man bereits zur Halbzeit mit sieben Toren zurück und konnte lediglich in der Schlussphase das Ergebnis im Rahmen halten. Die ambitionierte TS, die sich laut eigener Aussage eher in oberen Tabellenregionen sieht, rangiert mit 21:19 Punkten im Mittelfeld der Tabelle, gilt als ex­trem heimstark und hat in eigener Halle lediglich fünf Punkte abgegeben. Auswärts präsentierte sich die junge TuS-Truppe (21:17 Punkte) bislang jedoch sehr selbstbewusst und hat auch nur sieben Punkte in fremden Hallen liegenlassen.

(tom). ASV Ottenhöfen – HTV Meißenheim (Sonntag, 17 Uhr). Die Niederlage gegen Ohlsbach war aus Meißenheimer Sicht (Platz vier, 24:16 Punkte) schmerzlich. Ob das Ende der Erfolgsserie Spuren beim Team hinterlassen hat, darauf ist Coach Frank Ehrhardt im Vorfeld des schweren Auswärtsspiels am Sonntag selbst gespannt. "Ottenhöfen ist eine der schwersten Auswärtsaufgaben, die noch diese Saison warten. Wir fahren mit Respekt hin", hält Ehrhardt fest. Sonntagstermin, Haftmittelverbot, heimstarker Kontrahent – zusammengefasst ein ganzer Packen, der für die Gäste zu beachten ist. "Ich hoffe nur, dass wir jetzt in kein Loch fallen. In Ottenhöfen wird gefragt sein, zusammenzustehen, um einem starken Kontrahenten zu begegnen", so der Gästecoach, um beim ASV (Platz fünf, 23:17 Punkte) zu bestehen.

Die Gastgeber, seit vielen Jahren Bestandteil der Liga, sind eingespielt, von kompakter Struktur und weisen nur eine Niederlage in den vergangenen fünf Partien auf. Die Mannschaft musste sich in der Hinrunde mit einigen Verletzungen plagen, die erfolgreich kompensiert wurden. "Sie stehen in der Tabelle da, wo sie hingehören. Ohne die Probleme der Hinrunde würden sie sogar noch weiter oben stehen", stellt Ehrhardt heraus. Seine Mannschaft muss sich auf einiges einstellen. Die Gäste können wieder auf den genesenen Florian Engel bauen. (lb). TuS Ottenheim – SG Muggensturm/Kuppenheim 2 (Samstag, 20 Uhr). Die Voraussetzungen vor der Partie sind eindeutig, Ottenheim empfängt als Dritter den Tabellenvorletzten. "Wir haben uns vorgenommen, unsere letzten Heimspiele zu gewinnen", stellt Ottenheims Trainer Daniel Hasemann klar, dass man am Samstag seinem Tabellenplatz gerecht werden will, auch um Johannes Weide in seinem letzten Saisonspiel einen würdigen Abschied zu bereiten. Er wird für ein halbes Jahr im Ausland sein. Allerdings darf sich die Ried-Sieben nicht darauf verlassen, dass das Spiel ein Selbstläufer wird. Die Gäste brauchen jeden Punkt im Kampf gegen den Wiederabstieg. Dabei wird es interessant sein, wie viel Energie die SG einsetzt, um die Reserve ihres Südbadenliga-Teams in der Landesliga zu halten. Da die erste Mannschaft erst am Sonntag zum Einsatz kommt, könnte der ein oder andere Spieler auflaufen.

Ottenheim sollte sich daher nicht von der bisherigen Punkteausbeute der Gäste blenden lassen, meistens musste sich die SG nur knapp geschlagen geben. Im Hinspiel tat sich auch Ottenheim schwer, am Ende stand ein 30:28-Sieg für den TuS. Dennoch geht die Ried-Sieben als Favorit in die Partie, zumal Hasemann sein Team in guter Verfassung sieht: "Wir sind insgesamt gut drauf, das hat man auch in Kehl gesehen". Hasemann kann auf den kompletten Kader zurückgreifen. (smü). HSG Ortenau Süd – TS Altdorf (Samstag, 20 Uhr). Nach der Niederlage bei der HSG Hardt erwartet HSG-Trainer Mirko Reith eine Reaktion. Mit der TS Altdorf kommt das Schlusslicht zur HSG, welches aber nicht unterschätzt werden darf. Das Hinspiel gewann die Reith-Sieben zwar deutlich mit 41:27, doch schon damals hielt die TG lange mit. Erst in der zweiten Spielhälfte gelang es der HSG, sich mehr und mehr abzusetzen und dann letztendlich den deutlichen Sieg einzufahren.

Mirko Reith erwartet auch, dass sein Team endlich wieder locker und mit der entsprechenden Einstellung aufläuft. Wichtig ist aber auch, das derzeit große Manko, die Chancenauswertung, wieder deutlich zu verbessern. Zu viele heraus gespielte Torgelegenheiten wurden in den letzten Partien liegen gelassen, was in Hardt letztlich auch zur Niederlage führte. Personell sieht es in den Reihen der HSG gut aus, sodass Reith mit Bestbesetzung antreten kann.

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