Seelbach Das Spitzenduo will nicht stolpern

Verlieren verboten heißt die Devise für Hofweier und Schutterwald. Das Spitzenduo der Südbadenliga bekommt es jeweils auswärts mit einem Aufsteiger zu tun. Und auch der TuS Altenheim muss in der Fremde beim Schlusslicht antreten.

(fg/smü). Südbadenliga, Männer: HSG Ortenau Süd - TuS Schutterwald (Samstag, 20 Uhr). Auf die kommende Partie angesprochen reden beide Trainer erst mal vom Hinspiel. "Dort haben wir eine starke Leistung gezeigt, konnten uns aber dafür nicht belohnen", erinnert sich HSG-Coach Mirko Reith an die knappe 21:24-Niederlage in Schutterwald. "Im Hinspiel haben wir uns extrem schwer getan", sagt auch Nico Baumann, Trainer des TuS Schutterwald. Und auch für Samstag rechnet er nicht unbedingt mit einem Selbstläufer. "Es wird schon schwierig. Die Halle in Seelbach ist klein und im Kader der HSG sind einige wieder zurück, die im Hinspiel noch gefehlt haben", schätzt er die Lage ein.

Doch auch er weiß, dass die Favoritenrolle ganz klar aufseiten der Gäste liegt, die mit drei Punkten Rückstand auf den Tabellenführer zum Siegen verdammt sind. "Wir stehen in der Bringschuld, wenn wir Hofweier ärgern wollen", sagt er. Denn das Ziel ist ganz klar, dass man im Meisterschaftskampf noch mal angreifen will. Niederlagen sind also verboten. "Es ist jetzt auch nicht so, dass wir den zweiten Gang einlegen werden", ist sich Baumann sicher. Das weiß man auch bei den Gastgebern. Für Reith, dessen Nachfolger für die kommende Saison in Aurelijus Steponavicius gefunden ist (wir haben berichtet), ist es daher wichtig, dass seinem Team der Start in die Partie glückt.

Baumann indes hofft, dass seine Sieben die Fastnachtspause gut weggesteckt hat. "Der ein oder andere wird die Lauferei am Dienstag schon gemerkt haben – aber vielleicht hat die Pause auch gut getan", sagt der TuS-Trainer, der wohl den vollen Kader zur Verfügung haben wird. Auch bei den Hausherren sieht es in puncto Personal recht gut aus, lediglich Jason Peter, der sich vor der Fastnachtspause im Training schwer am Knöchel verletzte, wird der HSG für längere Zeit nicht mehr zur Verfügung stehen. Wieder mit von der Partie wird dagegen Rückraumspieler Wito Göpper sein.

(ps/fg). TuS Oberhausen - HGW Hofweier (Sonntag, 16 Uhr). Der Tabellenführer trifft auf zuletzt erfolgreiche Gastgeber. Mit zwei mehr oder weniger überraschenden Auswärtserfolgen in Freiburg und Teningen hat der Aufsteiger aus dem Breisgau erst mal den größten Druck abgebaut und steht mit fünf Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge solide da. Doch deshalb zurücklehnen ist nicht für Trainer Francois Berthier und seine Sieben. "Wir wollen auf den achten Platz", formuliert er das Ziel für die Runde. Und dieses Ziel ist nicht ganz unrealistisch. Denn nur ein Pluspunkt fehlt dem TuS, um mit dem Tabellensiebten aus Oberkirch gleichzuziehen.

Berthier nimmt seinem Team den Druck

Doch natürlich weiß auch Berthier, was für ein Schwergewicht am Sonntag in die Rheinmatthalle kommt. "Wir spielen gegen die beste Mannschaft", sagt er vor der Partie gegen den Tabellenführer. Aber auch beim Kontrahenten von der Tabellenspitze hat man Respekt vor der Aufgabe. HGW-Trainer Michael Bohn warnt eindringlich: "Das wird ein sehr schweres Spiel für uns werden. Oberhausen hat einen guten Lauf, die vergangenen zwei Spiele konnten gewonnen werden. Wir müssen mit voller Konzentration zu Werke gehen, das letzte Auswärtsspiel in Sulz muss uns eine Lehre sein."

Sein Gegenüber Berthier nimmt derweil den Druck von seinem Team: "Es ist leicht, gegen die Besten zu spielen. Wir haben keinen Druck, aber werden trotzdem versuchen, ein gutes Spiel zu machen." Personell sieht es bei beiden Mannschaften gut aus – bislang liegen noch keine Ausfallmeldungen vor. (fg). SG Waldkirch/Denzlingen - TuS Altenheim (Samstag, 20 Uhr). Die Vorzeichen dürften klar sein. Alles andere als ein Sieg der Altenheimer, die mit einem Erfolg weiter im Kampf um Platz drei mitmischen würden, wäre eine faustdicke Überraschung. Denn die Waldkircher stehen nach 19 Spielen immer noch ohne Sieg und nur einem Punkt auf dem letzten Tabellenplatz und werden diesen wohl auch nicht mehr verlassen. Auch im Hinspiel gab es für den TuS einen deutlichen Sieg, den die Sieben von Trainer Timo Heuberger am Samstag in Denzlingen wiederholen will. Dass man ganz oben in der Tabelle nochmal anklopfen kann, ist zwar äußerst unrealistisch, Platz drei kann jedoch ins Auge gefasst werden. Nach Minuspunkten wäre man bereits auf diesem dritten Rang, da jedoch die Konkurrenz aus Elgersweier bereits ein Spiel mehr hatte, steht Altenheim derzeit auf dem vierten Platz.

Personell geht der TuS wohl mit dem gleichen Kader wie vor der Fastnachtspause in die Partie. Allerdings fehlte zuletzt der ein oder andere Spieler in den Trainingseinheiten.

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