Der Name "Schloss Gerolds­eck" stammt aus dem Roman "Der Abentheuerlicher Simplicissimus – Teutsch" von Hans Jakob Christoffel Grimmelshausen. Walter I. von Gerolds­eck baute die Anlage – damals sicher nicht befestigt – um 1240 bis 1250 als repräsentativen Sitz seiner Herrschaft. Einen Turm, der eine mittelalterliche Burg kennzeichnet, hatte das Anwesen mit den zwei Wohntürmen (Palas) nicht. 1599 zog Jakob von Geroldseck von der Höhe in das Seelbacher Schloss Dautenstein. 1689 wurde die Burg von den Franzosen im Zuge des pfälzischen Erbfolgekriegs zerstört. Das Inventar und die Decken wurden durch Feuer vernichtet. Für den Verfall des verlassenen Sitzes sorgten Bauern. Die Ruine war ein Steinbruch. An der Wende zum 20. Jahrhundert gab es den ersten Versuch einer Restaurierung. Seit 1958 ist der "Verein zur Erhaltung der Burgruine Geroldseck" dafür verantwortlich. Der Erlös des Burgfests dient dem Erhalt der Ruine.