Seelbach Bewährte Besetzung mit Überraschungen

Die Darsteller der Seelbacher Freilichtspiele freuen sich schon heute auf die Aufführungen im September. Foto: Baublies Foto: Lahrer Zeitung

Der Klostergarten bietet für das Drama der diesjährigen Seelbacher Freilichtspiele eine gute Kulisse. Die Szenen aus Shakespeares "Der Sturm" spielen auf einer einsamen, kargen Insel. Auch die Besetzung ist seit Jahren bewährt.

Seelbach. Die Wienerin Katja Thost-Hauser führt Regie und spielt im Drama den Caliban. Den bezeichnet der Herr der Insel, Prospero (der Wiener Christian Hauser), gleich zu Anfang als "Erdkloß". Wie die schlanke, hochgewachsene Regisseurin das und einige äußert komische Szenen umsetzt, dürfte also spannend werden. Zur Erinnerung: Thost-Hauser hatte bei dem Drama "Luther" vor zwei Jahren überzeugend einen schrillen und grellen Teufel gespielt. Daher ist also die Frage berechtigt, was bei ihr aus der Maskerade und Rolle des Tölpels Caliban wird?

Die andere Überraschung ist die Besetzung des Luftgeists Ariel, der zweite Diener des Magiers Prospero. Den spielen die Seelbacherin Britta Petersen und der Wiener Gernot Kogler. Beide sind alleine durch ihre Gestalt krasse Gegensätze. Kogler hatte bei Zorro den behäbigen, etwas mürrischen Wirt verkörpert. Petersen brillierte bereits 2012 als "Ophelia" in William Shakespeares Tragödie "Hamlet" – damals 15-jährig.

Viele lokale Darsteller machen den Reiz der Freilichtspiele aus

Sicher erfreulich ist, dass die meisten des bewährten Ensembles – die Darsteller aus dem Schuttertal – weiter mitwirken. Das macht gerade den Reiz der Freilichtspiele aus. So übernimmt Vincent Daiber aus dem Schuttertal die Rolle des Ferdinand, Sohn des Usurpators Antonio (der Wiener Klaus Meile). Die Rolle der Miranda, Tochter des Prospero, übernimmt Shania Bohy, die ebenfalls zu den Darstellern aus Seelbach gehört. Gisela Griesbaum aus Wittelbach spielt die Rolle des Gonzalo, eines Höflings, der mit dem Usurpator in einem Sturm auf der einsamen Insel strandet. Den Clown Trinculo übernimmt der Seelbacher Siegfried Wacke. Mehrere Spielebenen auf der Seelbacher Bühne kommen der verschachtelten Handlung sicher entgegen.

"Der Sturm" gehört zu einem der wenigen Stücke des englischen Autors William Shakespeare, für das es keine literarische Vorlage gab. Sicher ist, dass das Drama um 1610/1611 entstanden ist. Shakespeare verarbeitete ein Schiffsunglück, das in England erst 1610 bekannt wurde. Heute ist man sich sicher, dass Shakespeare dieses Drama als letztes alleine geschrieben hat.

Der Kartenverkauf läuft in der Kultur- und Tourist-Info und seit diesem Jahr auch unter www.reservix.de. Ein Drittel der Plätze ist bereits vergeben. "Viele Stammgäste sichern sich ihre Plätze sehr früh, das freut uns natürlich", so Hauptamtsleiter Siegfried Kohlmann. Vorstellungstermine sind am 7., 8., 11., 13., 14. und 15. September im Klostergarten in Seelbach. Bis auf den 15. September, an dem es eine Nachmittagsvorstellung um 15 Uhr geben wird, beginnen alle Aufführungen um 18 Uhr. Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf ab 17,70 Euro in der Kultur- und Tourist-Info Seelbach unter Telefon 07823/94 94 52 oder tourismus@seelbach-online.de und unter www.reservix.de.

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