Schweighausen Zwischen Himmel und Hölle - Engel und Teufel närrisch vereint

Schweighausen - Das Motto der diesjährigen Fasent des Katholischen Frauenbunds von Schweighausen lautete "Tierisch was los zwischen Himmel und Hölle". Das wurde von den Akteuren gelebt. Auch das Publikum war entsprechend kostümiert.

Engel und Teufel

Zwischen Himmel und Hölle war tierisch was los, Engel und Teufel närrisch vereint und, seltsam oder nicht, die weiblichen Gäste erschienen als Engel kostümiert und die Männer übernahmen den Part der Teufel.

Die Bergdorfhalle war am Freitagabend voll besetzt und es gibt kaum eine Veranstaltung in der Gesamtgemeinde Schuttertal, bei der das Publikum der drei Ortsteile so gemischt dabei ist. Am Tisch der Ehrengäste waren zwei nüchtern gekleidete Kapitäne auszumachen, zum einen Pfarrer Johannes Mette und zum anderen der bislang alleinige Bürgermeisterkandidat Matthias Litterst.

Originelle Dekoration

Seit Dreikönig haben die Frauen von Schweighausen in den verschiedenen Untergruppen gebastelt und organisiert, so die beiden Programmverantwortlichen, Petra Hirth und Sigrid Göppert. Als Eintrittsklämmerle gab es überdimensionale Gummibärchen, die Tische waren mit leeren Spüliflaschen dekoriert.

Die Bühne der Bergdorfhalle war der Himmelspforte aufwendig nachempfunden. Das Tanzmusik-Duo "Sommerwind" fand den Draht zum närrischen und tanzbegeisterten Publikum, nach jeder Programmpause war die Tanzfläche sofort gefüllt.

Einzug und Auftakt zum vierstündigen Programm vom Musikverein

Zum Programmauftakt zogen alle Akteure, allen voran der Musikverein, in die Halle ein. Die Moderation des nahezu vierstündigen Programms übernahm charmant Rut Geiger. Mit dem Livegesang "schräger Vögel" wurde der Auftrittsreigen eröffnet.

Unter der Leitung von Silke Till-Zehnle und Gitarrenbegleitung von Melanie Ohnemus präsentierte sich die Montagssportgruppe mit dem Lied "Fidiralala" und dem Refrain: "Wem der Auftritt nicht gefällt, bei dem stimmt was nicht...".

Tierhaltung auf die Schippe genommen

Mit dem Sketch "Ein Herz für Tiere" stellte "Frau Tierlieb", alias Andrea Schwendemann, klar, man müsse vier Tiere halten: einen Nerz im Schrank, einen Jaguar in der Garage, einen Hengst im Bett und einen Esel, der alles zahlt.

Mit ihrem Show-Tanz trat als Gast die Ballettgruppe der Geisberger Geisenmeckerer auf.

Sigrid Göppert und Petra Hirth glossierten als Hunde lokale Ereignisse und kamen am Ende zum Resümee "im nächsten Leben will ich ein Mann sein", worauf die Entgegnung kam "dann bisch ja wieder ä Dackel".

Frauen aller Generationen vereinigt

Die Mamas der Krabbelgruppe und vom Kinderturnen kamen als Omas am Krückstock auf die Bühne. In einem Liederpotpourri machten die Damen deutlich, dass die Schweighausener Frauen aller Generationen im KDFB (Katholischer Deutscher Frauenbund) vereinigt sind.

Wegen Überfüllung des Himmels wurde nur noch außergewöhnlichen Fällen Einlass gewährt. Schwendemann zeigte mit ihrer Truppe einmal mehr, welche schauspielerischen Talente verborgen liegen.

Zwei Bittstellern wird Einlass gewährt

Zwei besonderen Bittstellern wurde letztlich doch noch Einlass gewährt, obwohl die Kirchgänger bei Pfarrer Mette schon mal einschlafen würden, statt zu beten, aber dafür bei der Busfahrt mit Gerhard Himmelsbach am Steuer, gerne beten, um gut anzukommen.

Flucht vor dem Fegefeuer

Unter der Leitung von Evi Roth und Birgitta Kürz präsentierte sich die Freizeitgruppe der Sportgemeinschaft mit einem Showtanz. Mit beleuchteten Trommelstöcken und choreografischen Meisterleistungen entkamen die Damen dem Fegefeuer.

Engel und Teufel auf Abwegen wurden von Anna Scherer, Sigrid Göppert, Petra Hirth und Stephan Ohnemus präsentiert. "Gut und Böse" versuchten des menschlichen Körpers habhaft zu werden. Letztlich wandte sich aber alles zum Guten.

Abschluss mit Männertanz

Der Schweighausener Männertanzkreis ließ zum krönenden Abschluss einen schwebenden Engel über die Bühne flattern. Einstudiert wurde der Männertanz von Micha Hummel und Sigrid Göppert. Letzterer oblag beim Finale die Verabschiedung mit Dankeshymnen aller Akteure. Das Publikum war begeistert.

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